Die Schweiz – Ein Land im ewigen Wandel

Lohnstorf Wappen

Für viele Menschen aus der ganzen Welt ist die Schweiz der Inbegriff der Seriosität und Stabilität. Jeder hält die Schweiz für ein Land mit jahrhundertealten Traditionen und viele denken, dass in diesem Land schon immer alles so war wie es jetzt ist. Dabei bewundern viele die Neutralität der Schweiz im Zweiten Weltkrieg und bis heute halten sich die Schweizer vorbildlich aus allen militärischen Konflikten heraus. Schweizer Soldaten im Friedenseinsatz dienen ohne Waffe. Doch kommen wir zurück zu den Veränderungen im Land.

Trotz Tradition jederzeit zu Veränderungen bereit

So wie wir in den letzten beiden Jahren in der Glücksspielbranche gesehen haben, ist nichts nur aus Tradition fix in der Schweiz. Per Volksabstimmung beschließen die Bürger in dieser direkten Demokratie was geschehen soll. Davon können einige Nachbarländer nur träumen. Wenn die Bürger also der Meinung sind, dass es jetzt auch in der Schweiz online Casinos geben soll, dann wird das umgesetzt, auch wenn manche Politiker es gerne anders hätten. Das hat das neue Glücksspielgesetz deutlich gezeigt. Die eidgenössische Glücksspielkommission hat es vorbildlich umgesetzt. Genauso verändert sich aber auch die politische Landschaft der Schweiz.

Auch die Kantone waren nicht immer da

Wer die heutige Schweiz als Eidgenossenschaft kennt, der denkt vielleicht, dass diese so gegründet wurde. Aber das ist überhaupt nicht der Fall. Im Jahr 1291 hat alles mit nur drei Kantonen, nämlich Uri, Schwyz und Unterwalden begonnen. Erst 1332 kam dann Luzern dazu und so ging es immer weiter bis 1815 fast alle Kantone beisammen waren. Die Schweiz ist also Schritt für Schritt immer weiter gewachsen. Und auch der Begriff der Eidgenossen wurde lange Zeit nur mündlich gebraucht. Erst ab 1803 wurde die Eidgenossenschaft zu einem amtlichen Begriff.

Selbst heute gibt es noch laufend Veränderungen

Die längste Phase der Unveränderlichkeit fand von 1513 bis 1803 statt. Fast 300 Jahre lang bestand die Schweiz nur aus 13 Kantonen. Von 1815 dauerte es dann nochmal über 150 Jahre bis 1979 der Kanton Jura dazukam. Erst dann war die Schweiz in der heutigen Form beisammen und das sind gerade erst 40 Jahre, seit der letzte Kanton dazukam. Doch die Kantone sind nicht das Einzige, was sich immer wieder verändert.

Seit 2020 gibt es kein Lohnstorf mehr

lohnstorf im sommer

Auch auf Gemeindeebene verändert sich laufend etwas in der Schweiz. Das sollte man bei so viel jahrhundertealter Tradition gar nicht für möglich halten. Lohnstorf hat die Postleitzahl 3127 und liegt im Kanton Bern. Dabei hatte das Dorf zuletzt nur ein wenig mehr als 200 Einwohner, obwohl es schon seit 1148 urkundlich bestätigt existiert. Schon die Römer hatten hier eine Siedlung, was gefundene Mauerreste belegen. Als sich die ersten drei Kantone zusammenschlossen, war Lohnstorf also schon da. Doch auch diese 872 Jahre alte Tradition war für die Schweizer kein Grund für immer daran festzuhalten.

Am 1.1.2020 schloss sich die Gemeinde Lohnstorf mit den Gemeinden Mühlethurnen und Kirchenthurnen zu einer neuen Gemeinde Turnen zusammen. Wobei die beiden anderen Gemeinden jeweils größer waren. Kirchenthurnen bringt mit knapp 300 Einwohner ein wenig mehr Menschen ein. Mühlethurnen hatte zuletzt mit über 1.300 Bewohnern die meisten Bürger. Aber wichtig ist, dass es wieder zu einer ganz aktuellen Veränderung im traditionsreichen eidgenössischen Bund der Schweiz kam. Die Schweiz lebt und verändert sich und das finden wir gut.

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