400 Prozent Casino Bonus in der Schweiz: Berechnung, Legalität und reale Kosten

Ein 400-Prozent-Casino-Bonus vervierfacht die Ersteinzahlung eines Spielers bis zu einem festgelegten Höchstbetrag, dem Bonuscap. Bei einer Einzahlung von CHF 100 ergibt sich rechnerisch ein Bonus von CHF 400 und ein Spielguthaben von CHF 500, bevor eine einzige Umsatzbedingung erfüllt ist.

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In der Schweiz braucht jede Bonusaktion die vorgängige Zustimmung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) nach Art. 75 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS). Die Umsatzbedingungen bestimmen anschliessend, wie viel vom hohen Prozentsatz real übrig bleibt, und die Aktivierung läuft ausschliesslich über Zahlungsmethoden wie TwintPostFinance Pay oder Banküberweisung.

Unter den von der ESBK bewilligten Konzessionären lässt sich ein Satz von 400 % Stand Juli 2026 nicht nachweisen; Angebote mit dieser Zahl stammen fast ausschliesslich von Offshore-Casinos, deren Domains regelmässig auf der Sperrliste nach Art. 86 BGS landen. Wer verantwortungsvoll spielen will, prüft deshalb vor der Einzahlung die Lizenz und nicht nur den beworbenen Prozentsatz.

  • Berechnung: Einzahlung × 4 = Bonusbetrag, begrenzt durch den Bonuscap.
  • Rechtsgrundlage: Art. 75 BGS (Zustimmungspflicht) und Art. 79 VGS (Bedingungen).
  • Höchster belegter Satz bei ESBK-Konzessionären: 100 % pro Einzahlung (Stand Juli 2026).
  • Offshore-400-%-Marken im Sperrlisten-Abgleich: 7 von 8 geprüften Domains gesperrt.
  • Aktivierung: Twint, PostFinance Pay, Banküberweisung, paysafecard. Nur die Banküberweisung deckt auch die Auszahlung ab.

Was ein 400-Prozent-Bonus rechnerisch bedeutet

Rechnerisch bedeutet ein 400-Prozent-Bonus, dass die Ersteinzahlung mit dem Faktor vier multipliziert und als Bonusguthaben gutgeschrieben wird. Diese Rechnung gilt jedoch nur bis zum Bonuscap. Der Bonuscap ist der in den Bonusbedingungen festgelegte Höchstbetrag, ab dem der Prozentsatz nicht mehr weiter greift.

  • Einzahlung CHF 50 → Bonus CHF 200, Spielguthaben CHF 250.
  • Einzahlung CHF 100 → Bonus CHF 400, Spielguthaben CHF 500.

Der Bonuscap bestimmt den tatsächlichen Wert eines Angebots stärker als der beworbene Prozentsatz. Ein 400-Prozent-Bonus mit einem Cap von CHF 400 lohnt sich rechnerisch nur bis zu einem Einzahlungsbetrag von CHF 100; jeder weitere Franken bleibt ohne Bonusanteil. Vergleichsseiten, die vor allem mit dem Prozentsatz werben, lassen diese Grenze in der Überschrift häufig weg.

Rechtlich gilt ein Einzahlungsbonus in der Schweiz als Gratisspielguthaben. Nach Artikel 75 Absatz 2 BGS braucht jede Bonusaktion die vorgängige Zustimmung der zuständigen Vollzugsbehörde, der ESBK. Die Geldspielverordnung legt in Artikel 79 vier Bedingungen fest, unter denen die ESBK eine Bonusaktion überhaupt bewilligt, darunter eine klare und transparente Kommunikation der Bedingungen gegenüber den Spielerinnen und Spielern.

Beim zweiten Rechtsgrund geht es um die Werbung selbst. Artikel 77 der VGS wertet Darstellungen als irreführend, die verzerrende Angaben zu möglichen Gewinnen machen. Ein Bonus, der nur den Bruttobetrag zeigt, ohne Umsatzfaktor und Frist zu nennen, fällt genau darunter. Deshalb müssen Schweizer Konzessionäre diese Angaben immer mitliefern.

Legale Anbieter mit hohen Einzahlungsboni in der Schweiz

Für Online-Geldspiele in der Schweiz ist ausschliesslich die ESBK zuständig; Gespa reguliert Grossspiele wie Lotterien, nicht Online-Casinos. Nur Anbieter mit einer gültigen ESBK-Konzession sind eine legale Anlaufstelle und dürfen Schweizer Spielerinnen und Spielern überhaupt einen Bonus anbieten.

Unter den bekannten Konzessionären lässt sich Stand Juli 2026 kein einziges Willkommensangebot mit 400 % pro Einzahlung nachweisen. Die folgende Übersicht fasst die höchsten öffentlich dokumentierten Sätze zusammen; die Beträge stammen aus zwei übereinstimmenden Sekundärquellen und sind als Muster, nicht als exakter Frankenbetrag jeder Marke zu lesen.

KonzessionärWillkommensangebot (Stand 07/2026)Höchster Satz pro EinzahlungUmsatzfaktor
mycasino.ch100 % bis CHF 300 + 200 Freispiele100 %35×
jackpots.chPaket über 4 Einzahlungen, bis CHF 2’200100 %30× / 300×
Casino777.chVerdoppelung bis CHF 777 + 100 Freispiele100 %30×
swisscasinos.chPaket bis CHF 1’400 (Angaben divergieren)100 %40× (eine Quelle)

Das grosszügigste Paket stammt von jackpots.ch: Vier gestaffelte Einzahlungen addieren sich auf bis zu CHF 2’200 Bonus, rechnerisch 375 % der insgesamt nötigen Einzahlung von rund CHF 2’370. Effektiv entspricht das einem Bonus von rund 93 %, weil der volle Betrag nur bei vollständiger Ausschöpfung aller vier Stufen erreicht wird, nicht 375 % auf einer einzigen Einzahlung.

Der höchste belegte Satz pro einzelner Einzahlung bleibt bei allen geprüften Konzessionären bei 100 %. Das folgt nicht aus einer gesetzlichen Prozentgrenze: Das Schweizer Geldspielrecht kennt keine solche Norm. Die Grenze entsteht stattdessen aus der Bewilligungspflicht nach Art. 75 BGS und dem Irreführungsverbot nach Art. 77 VGS. Ein auffällig hoher Satz muss die ESBK deshalb zuerst prüfen und bewilligen, bevor er beworben werden darf.

Umsatzbedingungen und der reale Wert des Bonus

Der Umsatzfaktor bestimmt, wie oft Einzahlung und Bonus vor einer Auszahlung eingesetzt werden müssen. Bei den geprüften Schweizer Konzessionären liegt dieser Faktor je nach Anbieter zwischen 30× und 40×. Bei den ranking-stärksten Offshore-Seiten zum Suchbegriff liegt er meist zwischen 35× und 50×. Ein hoher Faktor multipliziert einen hohen Bonusprozentsatz zusätzlich. Genau dort entsteht der reale Unterschied zwischen einem attraktiven und einem irreführenden Angebot.

Nicht jeder Spieleinsatz zählt gleich zum Umsatzziel. Welche Spielkategorie wie stark angerechnet wird, entscheidet deshalb mit darüber, ob eine Umsatzbedingung überhaupt erfüllbar bleibt. Die folgenden Anteile sind das Muster der geprüften Schweizer Konzessionäre, Stand Juli 2026; die exakte Quote steht in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

SpielkategorieSpielbeitrag (Muster CH-Konzessionäre)Beispiele und Hersteller
Slots100 %Sweet Bonanza, Gates of Olympus, Big Bass Splash (Pragmatic Play)
Video Pokerrund 30 %Einzeltitel je nach Lobby
Show- und Gameshow-Formateteils 50 %Monopoly Live, Money Wheel (Evolution)
Live- und Tischspielemeist 10 %Live-Roulette, Blackjack (Evolution, Playtech)
Progressive Jackpotsbei jackpots.ch ausgeschlossenJackpot-Slots diverser Hersteller

jackpots.ch drückt den niedrigen Spielbeitrag von Tischspielen als 300-fachen statt 30-fachen Umsatzfaktor aus, was rechnerisch demselben Ergebnis entspricht. Auf der ESBK-Liste der qualifizierten Live-Hersteller stehen unter anderem Evolution, Playtech, Pragmatic Play und Stakelogic; ihre Live-Tische sind ausgerechnet die Kategorie mit dem niedrigsten Umsatzbeitrag.

Beim RTP gilt eine Einschränkung, die kaum eine Vergleichsseite nennt: Die Herstellerangabe gehört zum Spieltitel, nicht zwingend zu jeder Lobby. Pragmatic Play weist für Gates of Olympus 96,50 % aus, viele Titel liefert die Branche jedoch in mehreren konfigurierbaren Auszahlungsstufen. Der einzelne Prozentwert taugt deshalb nicht als Garantie für das, was während einer Umsatzbedingung tatsächlich zurückfliesst.

Rechenbeispiel: 400 Prozent im Vergleich zur Schweizer Konzession

Eine durchgerechnete CHF-100-Einzahlung zeigt den Unterschied zwischen den beiden Angebotstypen:

Kennzahl400-%-Angebot (40× Umsatz)CH-Konzessionär (100 %, 30× Umsatz)
BonusbetragCHF 400CHF 100
SpielguthabenCHF 500CHF 200
UmsatzzielCHF 16’000CHF 3’000
Erwarteter Verlust (3,5 %)CHF 560CHF 105
Saldo gegenüber dem Bonus–CHF 160–CHF 5
Umsetzungsfrist7–10 Tage30 Tage

Trotz des höheren Bonusbetrags übersteigt der erwartete Verlust beim 400-Prozent-Angebot den Bonus selbst, während er beim Schweizer Konzessionär nahezu gedeckt bleibt. Grundlage ist ein angenommener RTP von 96,5 %, der Herstellerangabe von Pragmatic Play für Titel wie Sweet Bonanza.

Bei einem Umsatzfaktor von 35× statt 30× steigt der erwartete Verlust auf rund CHF 122.50 gegenüber dem Bonus von CHF 100. Das bleibt weit unter dem Verlust von rund CHF 160, der beim 400-Prozent-Beispiel entsteht.

Diese Rechnung ist ein Erwartungswert, kein garantiertes Ergebnis, und setzt voraus, dass praktisch der gesamte Umsatz über Slots mit 100 % Spielbeitrag läuft. Wird ein Teil des Umsatzes über Tisch- oder Livespiele mit 10 % Beitrag erbracht, verzehnfacht sich das nötige Einsatzvolumen auf CHF 160’000 im 400-Prozent-Beispiel.

Einzahlung und Bonusaktivierung: Zahlungsmethoden in der Schweiz

Erst eine erfolgreiche Einzahlung aktiviert den Bonus. Welche Zahlungsmethode dafür infrage kommt, unterscheidet sich zwischen Schweizer Konzessionären deutlich von Offshore-Plattformen.

Welche Zahlungsmethode den Bonus auslöst

  • Twint löst den Bonus bei ESBK-Konzessionären als Einzahlung aus; eine Auszahlung über Twint ist nicht möglich, das Guthaben verlässt das Konto ausschliesslich per Banküberweisung.
  • PostFinance Pay ermöglicht Einzahlungen ab CHF 10 und ersetzt seit Juli 2024 die frühere PostFinance Card/E-Finance-Zahlung; die Standardlimiten liegen bei CHF 10’000 pro Tag und CHF 15’000 pro Monat.
  • Banküberweisung ist der einzige Auszahlungsweg bei Schweizer Konzessionären, die Bearbeitungszeit liegt üblicherweise bei 3 bis 4 Werktagen; der Name auf dem Bankkonto muss mit dem Spielerkonto übereinstimmen.
  • paysafecard ist für die Einzahlung nutzbar, mit einer Glücksspiel-Limite von CHF 300 pro Transaktion ohne Registrierung beziehungsweise CHF 1’000 mit my paysafecard; eine Auszahlung über diesen Weg ist ausgeschlossen.

Bei paysafecard zeigt die CHF-300-Grenze eine praktische Nebenwirkung des 400-Prozent-Versprechens. Selbst wenn ein Anbieter diesen Satz tatsächlich anböte, liesse sich der Bonuscap über paysafecard ohne Registrierung rechnerisch nur bis rund CHF 1’200 Bonus ausschöpfen. Für höhere Beträge braucht es eine registrierte Zahlungsmethode.

Die Bezahlung per Handyrechnung ist für Geldspiele in der Schweiz strukturell nicht verfügbar: Sowohl Swisscom Pay als auch Sunrise Pay schliessen Glücksspiel-Transaktionen ausdrücklich aus, und der internationale Anbieter Siru Mobile bedient den Schweizer Markt nicht. Twint bleibt damit die nächstgelegene mobile Alternative, allerdings nur für die Einzahlung.

So läuft die Aktivierung in der Praxis

  1. Spielerkonto eröffnen. Art. 47 VSBG verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz, das Mindestalter liegt nach Art. 72 BGS bei 18 Jahren.
  2. Verifizierung abschliessen, bevor die erste Auszahlung ansteht. Geprüft wird dabei auch die Namensgleichheit zwischen Bankkonto und Spielerkonto.
  3. Bonusbedingungen vor der Einzahlung lesen: Ob ein Angebot vorgängig ausgewählt werden muss, regelt jeder Konzessionär selbst.
  4. Mindestbetrag einzahlen. Bei den geprüften Anbietern liegt er Stand Juli 2026 bei rund CHF 10, bei jackpots.ch dagegen bei CHF 100 je Bonusstufe.
  5. Umsatzbedingung innert Frist erfüllen, im legalen Schweizer Segment üblicherweise 30 Tage.
  6. Auszahlung per Banküberweisung auslösen, mit 3 bis 4 Werktagen Bearbeitungszeit.

Risiken bei Offshore-Anbietern mit 400-Prozent-Werbung

Die acht Marken, die auf den ranking-stärksten Vergleichsseiten zum Suchbegriff mit einem 400-Prozent-Bonus werben, wurden gegen die maschinenlesbare Sperrliste der ESBK abgeglichen (Stand 26. Mai 2026). Sieben von acht Domains stehen darauf: Lolly Spins, RioAce, Winner Casino, Crown Slots, iWild Casino, Snatch Casino und Wunderino. Die achte Marke, BetNjet, fehlt zwar auf der Liste, verfügt aber ebenfalls über keine ESBK-Bewilligung.

Artikel 86 BGS verpflichtet die Schweizer Fernmeldedienstanbieter, den Zugriff auf gelistete Domains zu blockieren; diese Netzsperre ist das zentrale Instrument des Gesetzes gegen nicht bewilligte Angebote. Die Liste umfasst insgesamt über 3’000 Domains, davon über 200 mit einer .ch-Endung. Eine .ch-Adresse ist damit kein Legalitätsnachweis: Die gesperrten Domains rioace.ch und snatchcasinos.ch tragen für Spielerinnen und Spieler dasselbe rechtliche Risiko wie jede andere nicht bewilligte Domain.

Bei mehreren geprüften Marken verteilt sich der beworbene Satz zudem auf mehrere Einzahlungen statt auf eine: Crown Slots nennt «400 % bis 4’000 €» als Gesamtpaket, während die erste Einzahlung dort nur mit 100 % bis 800 € bedacht wird. Dieselbe Verdünnung zeigt iWild Casino, das ein Paket von 550 % bewirbt, obwohl die erste Einzahlung nur 200 % erhält.

Bankmythos, Währung und Steuerstatus

Vergleichsseiten behaupten oft, die eigene Bank blockiere Einzahlungen an nicht bewilligte Anbieter automatisch. Das Bundesgesetz über Geldspiele kennt jedoch keine gesetzliche Zahlungssperre für Spielerkonten: nur die Netzsperre auf Ebene der Internetverbindung. Wer eine gesperrte Domain über andere Wege erreicht, kann dort weiterhin einzahlen; die rechtliche Absicherung fehlt trotzdem vollständig.

Die Währung liefert ein weiteres Warnsignal: Sämtliche geprüften 400-Prozent-Angebote rechnen in Euro statt in Franken. Das ist ein typischer Hinweis auf einen nicht bewilligten Anbieter ohne Schweiz-spezifische Ausrichtung. Gewinne aus einem Offshore-Bonus fallen zudem nicht unter die Steuerbefreiung für Gewinne bei einem ESBK-Konzessionär, weil diese Befreiung ausdrücklich an eine Bewilligung nach BGS anknüpft, unabhängig von der Höhe des Gewinns.

Diese Häufung ergibt ein klares Risiko-Muster: Ein beworbener 400-Prozent-Satz auf einer Schweiz-gerichteten Seite korreliert stark mit einer gesperrten oder gar nicht bewilligten Domain. Die folgenden Warnsignale erhöhen dieses Risiko zusätzlich:

  • Bonusbeträge in Euro statt Franken auf einer Schweiz-gerichteten Seite.
  • keine erkennbare ESBK-Bewilligung, dafür eine Curaçao- oder Anjouan-Lizenz.
  • Umsetzungsfrist von 7 bis 10 Tagen bei gleichzeitig hohem Umsatzfaktor.
  • Maximaleinsatz während des Umsatzes von nur wenigen Euro pro Runde.
  • gedeckelte Auszahlung auf das Fünffache des Bonusbetrags.

Verantwortungsvolles Spielen und Limiten beim Bonus

Verantwortungsvolles Spielen bedeutet bei einem hohen Bonusprozentsatz vor allem, die Umsetzungsfrist realistisch einzuschätzen, bevor eine Einzahlung erfolgt. Ein hoher Bonusprozentsatz erzeugt zusätzlichen Spieldruck, weil die Umsatzbedingung an eine Frist gebunden ist. Die Geldspielverordnung verlangt deshalb in Artikel 79 Absatz 2 Buchstabe b, dass Gratisspielguthaben nicht an Minderjährige, gefährdete oder gesperrte Personen gerichtet werden dürfen.

Das nationale Spielersperre-Register schliesst gesperrte Personen automatisch von Bonusaktionen aller Schweizer Konzessionäre gleichzeitig aus; die Sperre wirkt seit 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein. Wer die eigene Spieldauer, Spielhäufigkeit oder den Nettoverlust kontrollieren will, findet diese Werkzeuge direkt im Spielerkonto der Konzessionäre. Das ist eine gesetzliche Vorgabe, die genau den Instrumenten entgegenwirkt, die ein Bonus mit Zeitlimit unter Druck setzt.

SOS Spielsucht berät unter der anonymen Rufnummer 0800 040 080 rund um die Uhr; wer die Kontrolle über die eigene Bonusnutzung verliert, findet dort eine erste Anlaufstelle unabhängig vom genutzten Anbieter.

Bonuswahl

Der beworbene Prozentsatz allein sagt wenig über den tatsächlichen Wert eines Bonus aus. Fünf Kriterien entscheiden, ob ein mit 100 % oder mit 400 % beworbenes Angebot für Schweizer Spielerinnen und Spieler überhaupt infrage kommt.

  • ESBK-Bewilligung: Nur eine gültige Schweizer Konzession macht das Guthaben und spätere Gewinne rechtlich abgesichert.
  • realistischer Bonuscap: Der Höchstbetrag in Franken zeigt den tatsächlichen Wert, nicht der Prozentsatz allein.
  • vertretbarer Umsatzfaktor und Frist: 30× bis 35× innerhalb von 30 Tagen ist im legalen Segment üblich, deutlich höhere Faktoren mit kürzerer Frist verschärfen die Rechnung.
  • unterstützter Zahlungsweg: Twint, PostFinance Pay oder Banküberweisung für Ein- und Auszahlung, nicht nur für die Einzahlung.
  • keine Warnsignale aus dem Sperrlisten-Abgleich: Euro-Beträge, fehlende ESBK-Bewilligung oder eine Curaçao-Lizenz sprechen gegen ein Angebot.

Unter diesen Kriterien lohnt sich ein 400-Prozent-Bonus in der Praxis nur dann, wenn ein Schweizer Konzessionär ihn tatsächlich anbietet und die Umsatzbedingungen den hohen Prozentsatz nicht wieder aufheben. Ein solcher Fall ist Stand Juli 2026 unter den bewilligten Anbietern nicht dokumentiert. Ein moderaterer, aber ESBK-bewilligter Bonus mit 100 % und 30-fachem Umsatz erzeugt rechnerisch einen deutlich kleineren erwarteten Verlust und bleibt zugleich der rechtlich abgesicherte Weg.

Wer das hohe Umsatzziel vermeiden will, findet im legalen Segment mildere Formate. Freispielpakete binden kein eigenes Guthaben, gestaffelte Willkommenspakete verteilen den Betrag über mehrere Einzahlungen statt über einen einzigen hohen Satz, und Casino777.ch führt Stand Juli 2026 zusätzlich einen Verifizierungsbonus von CHF 10 ohne Umsatzbedingung. Diese Angebote wirken kleiner. Im Erwartungswert kosten sie den Spieler jedoch weniger als ein vervierfachtes Guthaben mit 40-fachem Umsatz.

Häufig gestellte Fragen zum 400-Prozent-Angebot

Was ist ein 400-Prozent-Casino-Bonus?

Ein 400-Prozent-Casino-Bonus ist ein Einzahlungsbonus, der das eingezahlte Guthaben bis zum festgelegten Bonuscap vervierfacht: Bei CHF 100 Einzahlung ergeben sich rechnerisch CHF 400 Bonus und CHF 500 Spielguthaben, sofern der Cap diesen Betrag zulässt. Der reale Wert hängt zusätzlich vom Umsatzfaktor und vom Spielbeitrag der jeweiligen Spielkategorie ab.

Gibt es einen 400-Prozent-Bonus bei ESBK-lizenzierten Schweizer Casinos?

Nein, Stand Juli 2026 bewirbt kein ESBK-bewilligter Konzessionär einen Satz von 400 % pro Einzahlung. Der höchste belegte Satz liegt bei 100 %, etwa bei mycasino.ch, jackpots.ch und Casino777.ch. Ein grosszügigeres Paket wie bei jackpots.ch summiert sich über vier Einzahlungen auf rund 375 %, jedoch nie auf einer einzigen Einzahlung.

Wie berechnet sich der maximale Bonusbetrag bei 400 Prozent?

Der maximale Bonusbetrag ergibt sich aus der Einzahlung multipliziert mit dem Faktor vier, begrenzt durch den Bonuscap des Anbieters. Eine Einzahlung von CHF 50 ergibt CHF 200 Bonus, CHF 100 ergeben CHF 400 Bonus, jeweils nur bis zur im Angebot festgelegten Obergrenze. Oberhalb des Caps bleibt ein weiterer Franken Einzahlung ohne zusätzlichen Bonusanteil.

Was bedeutet der Umsatzfaktor für einen 400-Prozent-Bonus?

Der Umsatzfaktor gibt an, wie oft Bonus oder Bonus plus Einzahlung vor einer Auszahlung eingesetzt werden müssen. Bei 400 Prozent und 40-fachem Umsatz auf CHF 100 Einzahlung entsteht ein Umsatzziel von CHF 16’000, gegenüber CHF 3’000 beim typischen Schweizer Willkommensbonus mit einfacher Verdoppelung. Je höher Prozentsatz und Faktor gleichzeitig ausfallen, desto stärker steigt das nötige Einsatzvolumen.

Welche Zahlungsmethoden aktivieren den Bonus in der Schweiz?

Twint, PostFinance Pay, Banküberweisung und paysafecard aktivieren den Bonus bei Schweizer Konzessionären als Einzahlungsmethode. Twint und paysafecard funktionieren dabei ausschliesslich für die Einzahlung, während die Auszahlung stets per Banküberweisung erfolgt. PostFinance Pay ermöglicht zusätzlich Einzahlungen bereits ab CHF 10. Eine Bezahlung per Handyrechnung steht für Geldspiele in der Schweiz nicht zur Verfügung.

Sind Gewinne aus einem Offshore-400-Prozent-Bonus in der Schweiz steuerfrei?

Nein, Gewinne aus einem Bonus bei einem nicht ESBK-bewilligten Offshore-Anbieter fallen nicht unter die Steuerbefreiung für Online-Geldspielgewinne. Diese Befreiung setzt eine Bewilligung nach dem Bundesgesetz über Geldspiele voraus, unabhängig von der Höhe des Gewinns. Nur Gewinne bei einem ESBK-Konzessionär gelten bis zu einer jährlich indexierten Grenze von rund einer Million Franken als einkommenssteuerfrei.

Was passiert, wenn ein Anbieter ohne ESBK-Konzession genutzt wird?

Anbieter ohne ESBK-Konzession unterliegen in der Schweiz der Netzsperre nach Artikel 86 des Bundesgesetzes über Geldspiele; die zuständigen Fernmeldedienstanbieter blockieren den Zugriff auf gelistete Domains. Gewinne bei einem solchen Anbieter sind rechtlich nicht einklagbar und nicht steuerbefreit. Eine automatische Zahlungssperre durch die eigene Bank existiert dagegen nicht: nur die Netzsperre auf Verbindungsebene.