Online Sportwetten Schweiz: legale Anbieter, Lizenz und Auswahlkriterien 2026

Online Sportwetten Schweiz sind legal, wenn der Anbieter eine Konzession der GESPA für Grossspiele hält. Die Interkantonale Geldspielaufsicht (GESPA) vergibt diese Bewilligung ausschliesslich an zwei Lotteriegesellschaften; ausländische Buchmacher ohne Schweizer Konzession unterliegen der Netzsperre nach Art. 86 BGS und werden von Internetanbietern blockiert.

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Wer einen seriösen Anbieter sucht, prüft Lizenzstatus, Quotenniveau und Marktabdeckung, bevor er sich für Sporttip von Swisslos oder das Angebot der Loterie Romande entscheidet. Beide decken Fussball, Eishockey und weitere Sportarten mit Pre-Match- und Live-Wetten ab. Beide akzeptieren Twint und PostFinance Pay als Zahlungsmethoden, und ein Wettbonus verlangt bei beiden das Erfüllen von Umsatzbedingungen, bevor eine Auszahlung möglich ist.

Dabei unterscheidet sich der rechtliche Rahmen bewusst von dem, der für Online-Casinos in der Schweiz gilt: Für Sportwetten ist die GESPA zuständig, nicht die ESBK. Diese Abgrenzung, die Auswahl zwischen den beiden regional getrennten Anbietern, das Wettangebot, die Zahlungswege, die Bonusbedingungen sowie Steuer- und Spielerschutzfragen bilden die Struktur der folgenden Abschnitte.

Was macht einen guten Schweizer Sportwettenanbieter aus?

Ein guter Schweizer Sportwettenanbieter erfüllt vor allem ein Kriterium zuverlässig: eine gültige GESPA-Konzession. Ohne diese Bewilligung ist ein Anbieter in der Schweiz nicht zugelassen, unabhängig davon, wie professionell die Website wirkt oder wie hoch die beworbenen Quoten sind. Erst nach diesem Ausschlusskriterium lohnt sich der Blick auf Quotenniveau, Marktabdeckung und App-Qualität.

  • Lizenzstatus: eine aktive GESPA-Konzession für Grossspiele, sichtbar im Impressum oder auf der Anbieterseite.
  • Quotenniveau: die Auszahlungsquote je Sportart und Wettmarkt, vergleichbar zwischen Pre-Match- und Live-Angebot.
  • Marktabdeckung: Anzahl der abgedeckten Ligen und Sportarten, insbesondere Fussball, Eishockey und Tennis.
  • App- und Live-Wetten-Qualität: Stabilität der mobilen App während laufender Live-Wetten und eine funktionierende Cash-out-Funktion.
  • Auszahlungsdauer: Bearbeitungszeit zwischen Auszahlungsantrag und Gutschrift auf dem Bankkonto.
  • Kundensupport: Erreichbarkeit bei Fragen zu Konto, Verifizierung oder Spielersperre.

Diese sechs Kriterien gelten unabhängig davon, ob ein Spieler die Deutschschweiz und das Tessin oder die französische Schweiz bedient sieht, weil beide Sprachregionen unter derselben GESPA-Aufsicht stehen. Wer die Liste vor der Registrierung durchgeht, erkennt schnell, dass sich Sporttip und die Loterie Romande vor allem in Sprache, App-Gestaltung und Marktschwerpunkten unterscheiden, nicht aber im rechtlichen Schutzniveau. Genau diese beiden Anbieter stehen im Zentrum des nächsten Abschnitts.

Quotenvergleich zwischen den beiden Anbietern

Das Quotenniveau lässt sich am einfachsten anhand einzelner Topspiele vergleichen, etwa bei einem Fussballspiel der Super League oder einem Eishockeyspiel der National League, bei dem beide Anbieter eigene Pre-Match- und Live-Quoten führen. In der Schweiz steht kein dritter privater Anbieter zum Vergleich zur Verfügung. Dieser direkte Vergleich zwischen Sporttip und der Loterie Romande bleibt deshalb der einzig sinnvolle Massstab, statt sich an ausländischen Buchmachern zu orientieren, deren Quoten für Schweizer Spieler ohnehin nicht zugänglich sind.

Auszahlungsdauer im Vergleich

Bei der Auszahlungsdauer lohnt sich ein Blick auf die Bankverbindung: Eine Banküberweisung als Rückweg braucht bei beiden Anbietern in der Regel 3-4 Werktage, unabhängig davon, ob die Einzahlung per Twint, PostFinance Pay oder Kreditkarte erfolgte. Eine Einzahlung selbst ist dagegen bei allen drei Methoden sofort verfügbar; der spürbare Unterschied entsteht ausschliesslich beim Rückweg über die Bank. Wer diese Wartezeit kennt, bevor er sich registriert, vermeidet unrealistische Erwartungen an eine sofortige Auszahlung.

Die einzigen legalen Online-Sportwettenanbieter der Schweiz

In der Schweiz gibt es genau zwei legale Anbieter für Online-Sportwetten, regional getrennt: Sporttip von Swisslos für die Deutschschweiz und das Tessin sowie das Sportwetten-Angebot der Loterie Romande für die französische Schweiz. Ein offener Markt privater oder ausländischer Buchmacher existiert nicht, weil Grossspiel-Konzessionen ausschliesslich an kantonal getragene Lotteriegesellschaften vergeben werden.

Swisslos und Sporttip in der Deutschschweiz und im Tessin

Swisslos betreibt das Produkt Sporttip online über swisslos.ch und bietet Pre-Match- sowie Live-Wetten mit Einzel- und Kombiwetten an. Swisslos ist eine interkantonale Genossenschaft, getragen von den Deutschschweizer und Tessiner Kantonen, und agiert damit als öffentlich-rechtlich verankerter Anbieter statt als private Aktiengesellschaft.

Konkrete Produktvarianten von Sporttip und der Mindesteinsatz je Wettschein sind aktuell nicht über eine Primärquelle bestätigt und werden hier deshalb bewusst nicht beziffert. Ein Spieler erkennt Sporttip trotzdem zuverlässig an der Einbindung in swisslos.ch, an der genossenschaftlichen Trägerschaft und daran, dass Werbeversprechen wie Krypto-Einzahlung oder Handyrechnung dort grundsätzlich fehlen.

Loterie Romande in der Suisse romande

Die Loterie Romande betreibt das Sportwetten-Angebot für die französischsprachige Schweiz über loro.ch und jeux.loro.ch. Der genaue Produktname dieses Sportwetten-Angebots ist derzeit nicht primärbestätigt; sicher belegt ist dagegen, dass die Loterie Romande wie Swisslos unter einer GESPA-Konzession für Grossspiele operiert und damit rechtlich gleichwertig zu Sporttip funktioniert.

Für einen Spieler in der Westschweiz bedeutet das: Der Rechtsschutz, die Spielsperre und die steuerliche Behandlung von Gewinnen sind identisch zu jenen bei Sporttip, auch wenn Sprache, Menüführung und Markenauftritt der beiden Anbieter unterschiedlich sind.

Woran ausländische Buchmacher zu erkennen sind

Bekannte internationale Marken wie bet365, bwin, Interwetten, Tipico oder Unibet besitzen keine Schweizer Bewilligung und stehen deshalb auf der Sperrliste. Ein zuverlässiger Hinweis auf einen nicht konzessionierten Anbieter sind Werbeversprechen mit Kryptowährungen, Handyrechnungs-Einzahlung oder Bonusbeträgen in Euro, denn keine dieser Optionen bietet ein GESPA-konzessionierter Anbieter an.

Wer trotzdem bei einem gesperrten Anbieter spielt, kann einen Gewinn weder rechtlich durchsetzen noch als steuerbefreit behandeln. Diese Konsequenz gilt unabhängig davon, ob die Wette technisch zustande kam oder ob die Website zum Zeitpunkt der Registrierung noch erreichbar war.

Wettangebot und Sportarten

Die beiden legalen Anbieter decken die klassischen Wettformen ab: Pre-Match-Wetten vor Spielbeginn, Live-Wetten während des laufenden Spiels sowie Kombi- und Systemwetten für mehrere Auswahlen auf einem Wettschein. Der Wettmarkt konzentriert sich auf Fussball, Eishockey und Tennis, ergänzt durch Ski- und Wintersport sowie Basketball.

Beliebte Sportarten in der Schweiz

Fussball führt das Angebot an, mit der Super League und internationalen Ligen als Kern. Eishockey folgt dicht dahinter, weil die National League in der Schweiz einen ausserordentlich hohen Stellenwert hat und regelmässig ein breites Live-Wettenangebot erhält. Tennis, Ski/Wintersport und Basketball ergänzen das Programm, wobei Skiwetten in der Wintersaison spürbar an Gewicht gewinnen.

Pre-Match- und Live-Wetten

Eine Pre-Match-Wette wird vor Spielbeginn auf Ergebnis, Handicap oder Über/Unter platziert und bleibt bis zum Anpfiff veränderbar. Eine Live-Wette (In-Play) läuft dagegen während des laufenden Spiels, wobei sich die Quote fortlaufend an den Spielverlauf anpasst. Viele Anbieter ergänzen Live-Wetten mit einer Cash-out-Funktion, die einen vorzeitigen Verkauf der laufenden Wette zum aktuellen Wert erlaubt, bevor das Spiel zu Ende ist.

Kombi- und Systemwetten

Bei einer Kombiwette werden mehrere Einzelwetten auf einem Wettschein zu einer Gesamtquote verknüpft, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Bei drei Einzelwetten mit Quoten von 2.00, 1.80 und 1.50 entsteht so rechnerisch eine Kombiquote von 5.40 – dieses Rechenbeispiel zeigt das Prinzip, nicht ein reales Angebot eines Anbieters. Damit die Wette gewinnt, müssen jedoch alle drei Einzeltipps zutreffen.

Die Systemwette besteht dagegen aus mehreren Teilkombinationen einer Auswahl an Ereignissen und zahlt auch dann einen Teilgewinn aus, wenn einzelne Tipps danebenliegen. Systemwetten eignen sich deshalb für Spieler, die mehrere Ereignisse kombinieren, aber das Risiko eines Totalausfalls senken wollen.

Handicap- und Über/Unter-Wetten

Die Handicap-Wette gleicht ein erwartetes Stärkegefälle zwischen zwei Mannschaften mit einem virtuellen Vorsprung oder Rückstand aus, bevor die Quote berechnet wird. Über/Unter-Wetten (Over/Under) beziehen sich dagegen nicht auf den Sieger, sondern auf eine Gesamtzahl von Ereignissen wie Toren oder Punkten, die über oder unter einem festgelegten Grenzwert liegen muss.

Beide Wettarten stehen sowohl im Pre-Match- als auch im Live-Bereich zur Verfügung und ergänzen die einfache Sieg-Wette um zusätzliche Entscheidungsoptionen. Für ein ausgeglichenes Spiel liefert eine Handicap-Wette dabei oft eine attraktivere Quote als die klassische Sieg-Wette, weil sie das Kräfteverhältnis der beiden Mannschaften direkt einpreist.

Zahlungsmethoden bei Schweizer Sportwetten

Twint und PostFinance Pay sind bankgebunden und faktisch nur bei Schweizer GESPA-Konzessionärinnen verfügbar, was ihr Vorhandensein zu einem praktischen Legalitätstest macht. Fehlt eine dieser beiden Optionen bei einem Wettanbieter komplett, ist das ein weiteres Warnsignal für fehlende Schweizer Bewilligung.

Twint und PostFinance Pay

Eine Einzahlung per Twint ist sofort verfügbar; die Auszahlung läuft in der Regel nicht über dieselbe App zurück, sondern per Banküberweisung auf das hinterlegte Bankkonto. PostFinance Pay funktioniert nach demselben Prinzip: sofortige Einzahlung per QR-Code oder App, Auszahlung ausschliesslich über die Bank. Der Dienst ersetzt seit Juli 2024 die früheren Produkte PostFinance Card und E-Finance.

Banküberweisung und Kreditkarte

Eine klassische Banküberweisung braucht ein bis zwei Werktage für die Einzahlung. Für die Auszahlung sind es drei bis vier Werktage, wobei der Betrag ausschliesslich auf ein Konto zurückgeht, das auf denselben Namen lautet wie das Spielerkonto. Kreditkarten von Visa und Mastercard funktionieren zuverlässig für die Einzahlung. Die Unterstützung für Auszahlungen fällt dagegen je nach Anbieter unterschiedlich aus und sollte vor der ersten Einzahlung geprüft werden.

paysafecard: Grenzen und Einschränkungen

paysafecard ist eine reine Einzahlungsmethode ohne Auszahlungsfunktion. Gutscheine sind ab CHF 10 erhältlich, ein einzelner Gutschein ohne Registrierung ist auf CHF 300 begrenzt, und mit einem my paysafecard-Konto sind Einzahlungen bis CHF 1’000 möglich. Diese Grenze macht paysafecard vor allem für kleinere Einzahlungen praktikabel, weniger für hohe Einsätze.

Warum Handyrechnung und Krypto fehlen

Handyrechnung als Zahlungsmethode für Glücksspiel ist in der Schweiz strukturell nicht verfügbar, weil Swisscom Pay und Sunrise Pay Glücksspieltransaktionen ausdrücklich ausschliessen. Kryptowährungen bietet kein Schweizer Konzessionär an; Angebote mit Kryptozahlung stammen ausnahmslos von nicht lizenzierten, ausländischen Seiten. Wer eine dieser beiden Optionen bei einem Sportwettenanbieter findet, hat damit ein zuverlässiges Zeichen für einen Offshore-Anbieter erkannt.

Sportwetten-Bonus: Bedingungen und Umsatzauflagen

Ein Wettbonus bei Sporttip oder der Loterie Romande unterliegt Umsatzbedingungen, auch Wagering oder Rollover genannt: Der Bonusbetrag muss vor einer Auszahlung mehrfach zu einer festgelegten Mindestquote eingesetzt werden. Konkrete Bonushöhen und Umsatzfaktoren der beiden Schweizer Konzessionärinnen sind nicht primärbestätigt und werden hier deshalb bewusst nicht beziffert.

Bonuswerte in Euro oder mit ungewöhnlich hohen Beträgen, wie sie ausländische Werbung häufig zeigt, stammen nicht von einem Schweizer Anbieter, weil legale Boni ausschliesslich in Franken ausgewiesen werden. Vor der Annahme eines Bonus lohnt sich deshalb ein Blick auf vier Punkte:

  • Die Mindestquote pro Wette, ab der der Bonusumsatz überhaupt zählt.
  • Das Zeitlimit, innerhalb dessen die Umsatzauflage erfüllt sein muss.
  • Ausgeschlossene Wettmärkte oder Sportarten, die nicht zum Umsatz beitragen.
  • Die maximale Auszahlungssumme, die aus einem Bonusgewinn stammen darf.

Das Rechenprinzip hinter einer Umsatzauflage lässt sich unabhängig von der konkreten Bonushöhe erklären: Bei einem Bonus von 50 Franken und einer 10-fachen Umsatzauflage sind insgesamt 500 Franken Einsatz nötig, bevor eine Auszahlung überhaupt möglich wird. Dieses Beispiel ist illustrativ und bildet keine reale Zahl eines Schweizer Anbieters ab.

Trotzdem zeigt die Rechnung, warum ein hoher Umsatzfaktor einen auf den ersten Blick attraktiven Bonus in der Praxis deutlich erschwert. Ein Vergleich der vier oben genannten Bedingungen vor der Registrierung liefert deshalb ein realistischeres Bild als die reine Bonushöhe in der Werbung.

Rechtliche Lage und Lizenzierung von Sportwetten in der Schweiz

Die GESPA ist für Grossspiele zuständig, wozu Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele zählen; sie ist damit die entscheidende Behörde für die Lizenzierung von Sportwetten in der Schweiz. Das gilt umgekehrt zum Online-Kasino-Bereich, für den die ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) zuständig ist, nicht aber für Sportwetten. Rechtsgrundlage ist das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, das Sportwetten ausdrücklich als Grossspiel einstuft.

Bis 2021 hiess die zuständige interkantonale Behörde noch Comlot; in jenem Jahr ging sie vollständig in der GESPA auf, ohne dass sich am Konzessionsmodell der beiden Anbieter etwas änderte. Ein Spieler, der auf älteren Webseiten oder in älteren Nachrichtenartikeln noch auf den Namen Comlot stösst, kann diesen deshalb als Vorläuferbezeichnung der heutigen GESPA einordnen.

Das BGS stuft ein Spiel als Grossspiel ein, wenn es grossflächig, automatisiert und interkantonal oder online veranstaltet wird; genau dieses Kriterium erfüllen Sporttip und das Sportwetten-Angebot der Loterie Romande. Ein einzelner Kanton dürfte eine solche Wette allein gar nicht bewilligen, weshalb die interkantonale GESPA-Zuständigkeit direkt aus der Struktur des Angebots folgt und nicht aus einer politischen Wahl.

KategorieLegal in der Schweiz?
Sporttip (Swisslos, Deutschschweiz/Tessin)Legal, GESPA-bewilligtes Grossspiel
Sportwetten-Angebot der Loterie RomandeLegal, GESPA-bewilligtes Grossspiel
Ausländischer/privater Buchmacher (z. B. bet365, bwin, Tipico)Nicht zugelassen, unterliegt der Netzsperre

Netzsperre statt Zahlungssperre

Die Netzsperre blockiert nicht konzessionierte Domains auf DNS-Ebene; Stand Mai 2026 umfasst die gemeinsame Sperrliste von ESBK und GESPA rund 3’000 Domains. Ein Aufruf einer gesperrten Adresse landet dabei nicht auf einer leeren Seite, sondern auf einem Warnhinweis, der auf die beiden legalen Anbieter verweist. Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Annahme, Banken müssten Zahlungen an Buchmacher blockieren.

Das BGS enthält keine Zahlungssperre, denn der Nationalrat entschied sich mit 135 zu 45 Stimmen für die Netzsperre statt für eine Zahlungssperre. Eine Ablehnung einzelner Transaktionen ist deshalb Sache der Bank-Compliance, nicht eine gesetzliche Pflicht. Gewinne aus Wetten bei einem nicht konzessionierten Anbieter sind zudem weder rechtlich durchsetzbar noch steuerbefreit, worauf der folgende Abschnitt zur Wettsteuer im FAQ näher eingeht.

Verantwortungsvolles Wetten und Sicherheit

Das Mindestalter für Sportwetten in der Schweiz liegt bei 18 Jahren nach Art. 72 BGS, sowohl offline als auch online. Vor der ersten Auszahlung verlangen Sporttip und die Loterie Romande eine Identifikation (KYC), und eine Auszahlung geht ausschliesslich auf ein Konto, das auf den Namen des Spielers lautet.

Die nationale Spielsperre gilt auch für Online-Grossspiele wie Sportwetten: Eine gesperrte Person kann bei Sporttip oder der Loterie Romande kein Spielerkonto führen. Seit dem 7. Januar 2025 erkennen sich die Sperrregister der Schweiz und Liechtensteins gegenseitig an, was eine Sperre grenzüberschreitend wirksam macht.

Verantwortungsvolles Wetten bedeutet in der Praxis, eigene Limiten zu setzen und Warnzeichen früh ernst zu nehmen. Neben der behördlichen Spielsperre lässt sich bei Sporttip und der Loterie Romande jederzeit eine freiwillige Selbstsperre beantragen, die das Spielerkonto ohne Wartefrist blockiert. Bei problematischem Wettverhalten bieten Sucht Schweiz und SOS Spielsucht Beratung und Prävention an, unabhängig davon, bei welchem der beiden legalen Anbieter ein Spielerkonto besteht.

Fazit: Online Sportwetten Schweiz auf einen Blick

Wer online in der Schweiz wetten will, prüft zuerst die GESPA-Konzession und wählt danach zwischen Sporttip von Swisslos für die Deutschschweiz und das Tessin oder der Loterie Romande für die französische Schweiz. Danach folgen Zahlungsmethode, Wettangebot und Bonusbedingungen als praktische Auswahlkriterien: Twint und PostFinance Pay gelten als schnellste legale Zahlungswege, während Umsatzbedingungen jeden Bonus relativieren.

Sicherheit gehört ebenso zur Wahl wie Quote oder Bonus, denn nur ein konzessionierter Anbieter bietet durchsetzbare Gewinne, funktionierende Spielersperre und steuerlich saubere Auszahlungen. Diese Empfehlung gilt nicht für Spieler, die gezielt Casino-Spiele wie Slots oder Tischspiele suchen, denn dafür gelten andere Anbieter und eine andere Rechtsgrundlage; ebenso wenig gilt sie für Personen mit einer bereits bestehenden Spielsperre.

Das Fazit im Überblick bleibt damit ein einfacher Entscheidungsweg: Lizenz zuerst prüfen, dann Region, Zahlungsmethode und Bonusbedingungen vergleichen, und erst danach registrieren.

Häufige Fragen zu Online Sportwetten in der Schweiz

Sind Online-Sportwetten in der Schweiz legal?

Ja, Online-Sportwetten in der Schweiz sind legal, wenn der Anbieter eine Konzession der GESPA für Grossspiele hält. Aktuell erfüllen nur Sporttip von Swisslos und die Loterie Romande diese Voraussetzung, während alle anderen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung der Netzsperre unterliegen.

Welche Behörde reguliert Sportwetten in der Schweiz?

Die GESPA reguliert Sportwetten in der Schweiz, weil sie als Grossspiel eingestuft sind. Das unterscheidet sich vom Online-Kasino-Bereich, den die ESBK beaufsichtigt: Für Sportwetten ist ausschliesslich die GESPA zuständig, nicht die ESBK.

Was passiert bei ausländischen Wettanbietern ohne Schweizer Konzession?

Ausländische Wettanbieter ohne Schweizer Konzession stehen auf der Sperrliste nach Art. 86 BGS und werden von Schweizer Internetanbietern auf DNS-Ebene blockiert. Ein Gewinn bei einem solchen Anbieter lässt sich weder rechtlich einfordern noch als steuerfrei behandeln.

Welche Zahlungsmethoden funktionieren bei Schweizer Sportwetten?

Twint, PostFinance Pay, Banküberweisung, Kreditkarte und paysafecard funktionieren bei den beiden legalen Schweizer Sportwettenanbietern, wobei paysafecard nur für Einzahlungen nutzbar ist. Die zwei bankgebundenen Optionen gelten als schnellste Wege für die Einzahlung, Auszahlungen laufen bei beiden Anbietern über eine Banküberweisung.

Muss ich Gewinne aus Sportwetten in der Schweiz versteuern?

Teilweise: Wettgewinne bleiben bis zu einer Freigrenze von rund CHF 1’100 pro Gewinn steuerfrei (Stand 2026), weil Sportwetten als Grossspiel einem eigenen Steuerregime unterliegen. Übersteigt ein Gewinn diese Freigrenze, wird er als Einkommen besteuert, und der Anbieter behält zusätzlich 35 % Verrechnungssteuer auf den übersteigenden Betrag ein.

Was ist der Unterschied zwischen Pre-Match- und Live-Wetten?

Eine Pre-Match-Wette wird vor Spielbeginn auf Ergebnis, Handicap oder Über/Unter platziert und bleibt bis zum Anpfiff veränderbar. Eine Live-Wette läuft dagegen während des laufenden Spiels, wobei sich die Quote fortlaufend an den tatsächlichen Spielverlauf anpasst.

Wie funktionieren Umsatzbedingungen bei einem Sportwettenbonus?

Umsatzbedingungen verlangen, dass der Bonusbetrag vor einer Auszahlung mehrfach zu einer Mindestquote eingesetzt wird. Bei einem Bonus von 50 Franken und einer 10-fachen Umsatzauflage sind zum Beispiel 500 Franken Einsatz nötig; die tatsächlichen Werte legt jeder Anbieter selbst fest.

Wo finde ich Hilfe bei problematischem Wettverhalten?

Sucht Schweiz und SOS Spielsucht bieten anonyme Beratung bei problematischem Wettverhalten an, unabhängig vom gewählten Anbieter. Zusätzlich lässt sich jederzeit eine freiwillige Spielsperre beantragen, die seit dem 7. Januar 2025 auch von Liechtenstein anerkannt wird.