Französisches Roulette online: Regeln, Quoten und legale Anbieter in der Schweiz

Französisches Roulette online ist die Roulette-Variante mit 37 Fächern und französischem Tableau, bei der die Zusatzregel La Partage oder En Prison den Einsatz auf einfachen Chancen schützt, wenn die Null fällt.

Der Kessel gleicht dem europäischen Tisch, doch die Zusatzregel senkt den Bankvorteil auf einfachen Chancen von 2,70 % auf 1,35 %, während Kesselspiele wie Voisins du Zéro oder Tiers du Cylindre ganze Kesselsektoren abdecken. In der Schweiz qualifiziert die ESBK jedes live durchgeführte Online-Spiel einzeln, bevor ein bewilligter Anbieter es im Katalog führt, und Einzahlungen laufen über TwintPostFinance Pay oder Banküberweisung.

Sechs Live-Tische sind bei der ESBK für Französisches Roulette qualifiziert; im geprüften Katalog eines bewilligten Schweizer Anbieters steht davon kein einziger, dafür ein RNG-Titel derselben Variante. Der Bankvorteil bleibt in beiden Fällen an die Zusatzregel gebunden.

  • Kessel: 37 Fächer (0 bis 36)
  • Bankvorteil ohne Zusatzregel: 2,70 %
  • Bankvorteil mit La Partage (einfache Chancen): 1,35 %
  • Regulator: ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission)
  • ESBK-qualifizierte French-Roulette-Live-Tische: 6 (Stand 03.06.2026)

Was ist Französisches Roulette? Tisch, Kessel und Grundregeln

Französisches Roulette basiert auf einem Kessel mit 37 Fächern: den Zahlen 1 bis 36 sowie einer einzelnen Null. Der Kessel ist identisch mit dem europäischen Tisch; der Unterschied liegt im Tableau und in der Zusatzregel, die bei einer Null greift. Diese Grundregeln gelten unabhängig vom gewählten Anbieter.

Drei feste Elemente bestimmen den Tisch: der Kessel mit den 37 nummerierten Fächern, das Tableau als Wettfeld für alle Einsatzarten und der Croupier, der die Einsätze ansagt und den Kessel dreht.

  • Kessel: 37 nummerierte Fächer (0 bis 36), rotierender Radkorb
  • Tableau: Wettfeld mit Zahlenfeldern, Farben, Dutzenden und Kolonnen sowie einem separaten Feld für Kesselsektoren
  • Croupier: sagt Einsätze an, dreht den Kessel und wirft die Kugel

Am Einfachnull-Kessel trägt jede Setzart denselben Bankvorteil von 2,70 %, entsprechend einer Auszahlungsquote (RTP) von 97,30 %. Nur auf den einfachen Chancen wie Rouge/Noir oder Pair/Impair drückt die Zusatzregel La Partage diesen Wert auf 1,35 %. Die Auszahlung selbst hängt dagegen allein davon ab, wie viele Felder ein Einsatz abdeckt.

SetzartFelderAuszahlungGewinnchance
Plein (einzelne Zahl)135:12,70 %
Cheval (Zweiersplit)217:15,41 %
Transversale pleine (Dreierreihe)311:18,11 %
Carré (Viererblock)48:110,81 %
Transversale simple (Sechserreihe)65:116,22 %
Douzaine und Colonne122:132,43 %
Einfache Chancen (Rouge/Noir, Pair/Impair, Manque/Passe)181:148,65 %

La Partage und En Prison – wie die Zusatzregeln den Bankvorteil senken

La Partage und En Prison sind die zwei Zusatzregeln, die beim Fallen der Null nur auf einfachen Chancen greifen. Bei La Partage erhält die Spielerin die Hälfte des Einsatzes zurück; bei En Prison bleibt der Einsatz für eine weitere Runde gebunden und wird bei einem Treffer ohne zusätzlichen Ertrag freigegeben.

Wie weit die Zusatzregeln den Bankvorteil senken, entscheidet die Setzart: Beide wirken ausschliesslich auf die einfachen Chancen Rouge/Noir, Pair/Impair und Manque/Passe. Auf Plein, Cheval, Transversale, Carré, Douzaine, Colonne und auf jede Kesselsektor-Wette bleibt der Bankvorteil bei 2,70 %; die Aussage «Französisches Roulette hat 1,35 % Bankvorteil» ohne diese Einschränkung ist falsch.

RegelAuswirkung bei einer NullBankvorteil auf einfachen Chancen
Ohne ZusatzregelEinsatz vollständig verloren2,70 %
La PartageHälfte des Einsatzes zurück1,35 %

En Prison wirkt nach demselben Prinzip, bindet den Einsatz aber statt ihn zu halbieren: Er bleibt für die nächste Runde liegen und wird bei einem Treffer ohne Gewinn freigegeben. Kein Hersteller- oder Betreiberdokument beziffert den Bankvorteil dieser Variante separat; dokumentiert ist dagegen die Wirkung von La Partage mit 1,35 %.

Auf CHF 1’000 Einsatzvolumen auf einfachen Chancen kostet der französische Tisch mit La Partage rechnerisch CHF 13.50, der europäische Tisch ohne Zusatzregel CHF 27.00 und der amerikanische Tisch mit Doppelnull CHF 52.60. La Partage spart damit gegenüber der europäischen Variante CHF 13.50 pro CHF 1’000 Umsatz bei identischem Spielverhalten.

Welche Zusatzregel ein konkreter Schweizer Tisch anwendet, ist auf den Spielseiten der Anbieter nicht immer ausgewiesen; die 1,35 % gehören der Regel selbst, nicht automatisch jedem Tisch mit der Bezeichnung «French Roulette».

Wettarten beim Französischen Roulette: Voisins, Tiers, Orphelins, Finales

Neben den Tableau-Wetten wie Plein oder Douzaine kennt Französisches Roulette die Annoncen: Wetten auf zusammenhängende Kesselsektoren, die der Croupier als Kombination aus Splits, Carrés und Pleins setzt. Jede Annonce trägt denselben Bankvorteil von 2,70 % wie jede andere Setzart.

  • Voisins du Zéro: 17 Zahlen rund um die Null, 9 Stücke, deckt 45,9 % des Kessels ab
  • Tiers du Cylindre: 12 Zahlen im Kesseldrittel gegenüber der Null, 6 Stücke, deckt 32,4 % ab
  • Orphelins: 8 «verwaiste» Zahlen zwischen den beiden anderen Sektoren, 5 Stücke, deckt 21,6 % ab
  • Finales: Wetten auf gleiche Endziffern (z. B. alle Zahlen, die auf 3 enden); Stückzahl und Quote sind je nach Tisch unterschiedlich geregelt und in keiner geprüften Quelle einheitlich beziffert

Voisins du Zéro, Tiers du Cylindre und Orphelins zerlegen den Kessel exakt: Zusammen ergeben sie alle 37 Zahlen, jede genau einmal, für insgesamt 20 Stücke. Wer alle drei Annoncen gleichzeitig setzt, deckt den gesamten Kessel ab und trägt dabei trotzdem denselben Bankvorteil von 2,70 %.

Die Setzweise unterscheidet die drei Annoncen. Voisins du Zéro kombiniert Splits um die Nachbarzahlen mit zusätzlichen Stücken auf das Trio 0-2-3. Tiers du Cylindre besteht ausschliesslich aus sechs Splits im gegenüberliegenden Kesseldrittel. Orphelins verbindet vier Splits mit einem einzelnen Plein auf die Zahl 1.

Auch auf Voisins, Tiers und Orphelins wirkt La Partage nicht: Die Halbierung bei Null gilt ausschliesslich für die einfachen Chancen, nicht für Kesselsektor-Wetten.

Live oder RNG Französisches Roulette – welche Variante passt

Für Französisches Roulette stehen in der Schweiz zwei technische Varianten zur Wahl: der Live-Tisch mit gestreamtem Croupier und die RNG-Version, bei der ein zertifizierter Zufallszahlengenerator den Kessel simuliert. Die ESBK hat sechs Live-Tische mit der Bezeichnung «French Roulette» einzeln qualifiziert, angeboten von EvolutionPlaytech und Pragmatic Play.

Evolution stellt drei dieser Tische, Playtech zwei und Pragmatic Play einen; unter den 96 Roulette-Einträgen der Behördenliste ist die französische damit die am häufigsten ausdrücklich qualifizierte Variante – sechs Einträge gegenüber je fünf europäischen und amerikanischen.

Qualifiziert heisst nicht verfügbar. Im geprüften Spielekatalog von jackpots.ch steht von den sechs Live-Tischen aktuell keiner; stattdessen führt der Anbieter einen RNG-Titel von NetEnt mit Einsätzen von CHF 0.10 bis CHF 5’000.00 (Stand Juli 2026). Das ist ein einziger französischer Titel unter 113 Roulette-Spielen, während 14 Titel die europäische Variante tragen. Wer Französisches Roulette sucht, prüft deshalb den Katalog des jeweiligen Anbieters, nicht nur die Behördenliste.

Der Live-Tisch bildet das Casino-Erlebnis mit Croupier-Ansage und Echtzeit-Kessel nach und eignet sich für Spielerinnen, die den Tischablauf sehen wollen; die RNG-Version läuft dagegen unabhängig von Öffnungszeiten oder Tischbesetzung und startet jede Runde sofort. Welche Variante besser passt, hängt vom bevorzugten Tempo und vom Wunsch nach einem sichtbaren Croupier ab.

Weder Hersteller noch Betreiber veröffentlichen einen titelgenauen RTP-Wert für den bei jackpots.ch gelisteten Titel, und ob er La Partage oder En Prison anwendet, ist auf der Spielseite nicht ausgewiesen. Tischlimiten der sechs qualifizierten Live-Tische sind bei keinem Betreiber öffentlich einsehbar; ausgewiesen ist allein die Einsatzspanne des RNG-Titels bei jackpots.ch.

Wo Französisches Roulette in der Schweiz legal online spielen (ESBK-Anbieter)

Legal ist Französisches Roulette online in der Schweiz nur über ESBK-bewilligte Anbieter spielbar. Eine ausländische Lizenz aus Malta oder Curaçao berechtigt hier zu nichts. Der Anbieter jackpots.ch, betrieben von der Grand Casino Baden AG, ist das erste Schweizer Online-Casino seit 2019 und führt «French Roulette» von NetEnt im Katalog.

  • jackpots.ch (Grand Casino Baden AG): erstes Schweizer Online-Casino seit 2019, French Roulette von NetEnt im Katalog, Einsätze CHF 0.10–5’000.00
  • Weitere ESBK-bewilligte Anbieter (u. a. Swiss Casinos, mycasino, Casino777, admiral.ch, StarVegas, Swiss4Win, Pasino): führen Roulette-Tische, das Variantenangebot wechselt je nach Katalog

Rund zehn Anbieter verfügen Stand Sommer 2026 über eine ESBK-Bewilligung für Online-Casinospiele; welche Roulette-Variante ein einzelner Anbieter führt, lässt sich nur über den aktuellen Spielekatalog prüfen, nicht über eine feste Liste.

Offshore-Casinos ohne ESBK-Bewilligung unterliegen der Netzsperre nach Art. 86 BGS: Internetanbieter sperren rund 3’000 nicht bewilligte Domains (Stand Mai 2026). Eine Pflicht der Banken, Zahlungen an solche Anbieter zu blockieren, kennt das Gesetz dagegen nicht – die verbreitete Annahme einer «Zahlungssperre» trifft nicht zu.

Gewinne bei nicht bewilligten Anbietern sind weder gerichtlich durchsetzbar noch steuerlich begünstigt, während Gewinne bei ESBK-bewilligten Casinos bis zu einem hohen, jährlich indexierten Freibetrag steuerfrei bleiben. Ein Spielerkonto setzt zudem ein Mindestalter von 18 Jahren und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus.

Einzahlung und Auszahlung am Roulette-Tisch: Zahlungsmethoden

Am Roulette-Tisch zählen nur Einzahlungswege, die bei ESBK-bewilligten Anbietern tatsächlich verfügbar sind. Twint und PostFinance Pay gelten als bankgebundene Einzahlungswege, die sofort gutgeschrieben werden, aber ausschliesslich für Einzahlungen funktionieren; die Auszahlung läuft in jedem Fall über Banküberweisung.

  • Twint: sofortige Einzahlung, kein Auszahlungsweg (Deposit-only)
  • PostFinance Pay: sofortige Einzahlung ab CHF 10, hat PostFinance Card und E-Finance abgelöst, Auszahlung nur per Bank
  • paysafecard: sofortige Einzahlung, keine Auszahlung möglich, Limite CHF 300 pro Gutschein bzw. CHF 1’000 mit my paysafecard
  • Banküberweisung: Einzahlung 1–2 Werktage, Auszahlung 3–4 Werktage bei Namensgleichheit

Eine Bezahlung per Handyrechnung existiert für Glücksspiel in der Schweiz strukturell nicht – weder Swisscom Pay noch Sunrise Pay lassen diese Kategorie zu. Aus der Mindesteinzahlung von CHF 10 ergeben sich bei einem Mindesteinsatz von CHF 0.10 genau 100 Coups; eine vollständige Kesselabdeckung über die drei Annoncen kostet dagegen CHF 2.00 pro Coup, sodass dieselbe Einzahlung nur für 5 Coups reicht.

Regeln kennen und sicher spielen – die wichtigsten Kriterien

Wer die Regeln kennen und sicher spielen will, prüft vor dem ersten Einsatz vier Kriterien. Die wichtigsten Unterschiede zwischen zwei Angeboten stecken genau in diesen Punkten.

  1. Zusatzregel: La Partage halbiert den Einsatz auf einfachen Chancen bei Null, En Prison bindet ihn für eine Runde; welche Regel ein konkreter Tisch anwendet, muss die Spielinfo bestätigen.
  2. Live oder RNG: Live-Tische bilden den Croupier nach, stehen im geprüften Schweizer Katalog aber nicht zur Wahl; RNG-Titel wie der von NetEnt bei jackpots.ch starten jede Runde sofort.
  3. ESBK-Bewilligung: Nur bewilligte Anbieter bieten rechtssichere Gewinne und einen steuerbefreiten Rahmen; Offshore-Casinos unterliegen der Netzsperre.
  4. Zahlungsweg: Twint und PostFinance Pay eignen sich für kleine, sofortige Einzahlungen; Auszahlungen laufen unabhängig davon über Banküberweisung.

Keine der beiden Zusatzregeln verändert den Bankvorteil auf Plein, Cheval oder den Kesselsektoren: Dort bleiben es 2,70 %. Auch kein Einsatzsystem und keine Progression verschiebt diesen Wert – da jede Setzart denselben Bankvorteil trägt, verteilen solche Systeme nur die Ergebnisse anders. Wer die eigenen Limiten im Blick behalten will, findet bei Sucht Schweiz oder der rund um die Uhr erreichbaren, anonymen Hotline von SOS Spielsucht (0800 040 080) Unterstützung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Französisches Roulette genau?

Französisches Roulette ist eine Kessel-Roulette-Variante mit 37 Fächern und den Zusatzregeln La Partage oder En Prison, die bei einer Null auf einfachen Chancen greifen. Der Kessel entspricht dabei dem europäischen Modell, während sich die Tableau-Beschriftung und die Zero-Zusatzregel unterscheiden.

Wie hoch ist der Hausvorteil bei Französischem Roulette?

Der Hausvorteil – in der Schweizer Casinosprache Bankvorteil – liegt ohne Zusatzregel bei 2,70 % für alle Setzarten. Mit La Partage sinkt er auf den einfachen Chancen wie Rouge/Noir oder Pair/Impair auf 1,35 %; auf Plein, Cheval und allen Kesselsektor-Wetten bleiben es 2,70 %.

Ist Französisches Roulette online in der Schweiz legal?

Ja, sofern es bei einem ESBK-bewilligten Anbieter gespielt wird, dessen Live-Tische die ESBK einzeln qualifiziert hat und der ausschliesslich Personen mit Wohnsitz in der Schweiz zulässt; eine ausländische Lizenz genügt dafür nicht.

Was ist der Unterschied zu Europäischem Roulette?

Beide Varianten teilen denselben Kessel mit 37 Fächern und identischem Grundbankvorteil von 2,70 %. Der Unterschied liegt allein in der Zero-Zusatzregel und der Tableau-Beschriftung des französischen Tisches. Amerikanisches Roulette trägt zusätzlich eine Doppelnull und damit einen deutlich höheren Bankvorteil.

Kann man Französisches Roulette kostenlos testen?

Ob ein Demo-Modus verfügbar ist, entscheidet der jeweilige Anbieter pro Titel; bei jackpots.ch ist er für andere Roulette-Spiele ausgewiesen, für den gelisteten French-Roulette-Titel dagegen nicht. Auch ein Spiel ohne Anmeldung ist für diesen Titel nicht bestätigt.

Welche Zahlungsmethode eignet sich für kleine Einsätze?

Twint eignet sich für kleine, sofortige Einzahlungen ohne Wartezeit. Auszahlungen laufen allerdings unabhängig von der gewählten Einzahlungsmethode immer über Banküberweisung. Bei einem Mindesteinsatz von CHF 0.10 reicht bereits die kleinste Einzahlung für 100 Coups.