Neue Online Casinos Schweiz 2026: ESBK-Lizenz, Bonus und Zahlungsmethoden im Vergleich
Neue Online-Casinos in der Schweiz sind ausschliesslich Anbieter, die von der ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) eine Bewilligung erhalten und an ein bestehendes Schweizer Landcasino gekoppelt sind. Ausländische Plattformen ohne Schweizer Konzession zählen rechtlich nicht als «neue Schweizer Online-Casinos», auch wenn sie sich auf ihrer eigenen Website genau so bezeichnen.
Wer ein neues Casino testen will, prüft zuerst den Startbonus: casineo.ch bietet 100 % bis CHF 500 auf die erste Einzahlung, mycasino.ch 100 % bis CHF 300. Beide gehören zur aktuellen Shortlist bewilligter Anbieter neben jackpots.ch und admiral.ch, insgesamt rund ein Dutzend Online-Spielbanken.
Das Spielangebot reicht von Slots bekannter Studios wie Pragmatic Play und NetEnt bis zu Live-Tischen mit echten Croupiers, während Einzahlungen über Twint und PostFinance Pay laufen und Auszahlungen ausschliesslich per Banküberweisung erfolgen. Nicht bewilligte Offshore-Casinos unterliegen der Netzsperre nach Art. 86 BGS und bieten keinen rechtlichen Schutz, auch wenn sie höhere Bonusbeträge in Aussicht stellen.
Was in der Schweiz als neues Online-Casino gilt
Der Rechtsstatus entscheidet, was in der Schweiz als neu gilt: Nur eine Konzessionserweiterung einer bestehenden Spielbank durch den Bundesrat, bewilligt von der ESBK, macht ein Online-Casino legal. Es gibt keine neuen Marktteilnehmer, die einfach als reiner Online-Anbieter starten – jedes Online-Casino hängt an einem physischen Landcasino, dessen Betreiber bereits vor dem Online-Start über eine terrestrische Spielbankenkonzession verfügt.
| Kriterium | Inhalt |
|---|---|
| Regulator | ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) – nicht Gespa, die nur Grossspiele und Lotterien reguliert |
| Rechtsgrundlage | Konzessionserweiterung nach Art. 8 BGS, plus Bewilligung der ESBK für Online-Spiele |
| Sichtbarer Nachweis | Domain auf der ESBK-Liste der Online-Spielbanken, Konzessionsnummer im Footer |
| Beispielhafte Konzessionäre | jackpots.ch (Lizenz Nr. 516-003-01), mycasino.ch (Zusatzkonzession 2023-A-12-E), casineo.ch (N° 2023-B-10-E) |
| Ausschluss | MGA-, Curaçao- oder Anjouan-lizenzierte Anbieter sind nicht bewilligt und stehen auf der Sperrliste |
Drei belegte Lizenznummern zeigen zugleich zwei Konzessionstypen der laufenden Runde: Typ A gilt für Grand Casinos mit umfassendem Spielangebot wie mycasino.ch, Typ B für Casinos mit eingeschränktem Angebot wie casineo.ch. Beide Nummern tragen die Jahresmarke 2023 der aktuellen Konzessionsrunde, auch wenn der jeweilige Online-Start erst später erfolgte.
Die ESBK stellt in ihrer FAQ klar: Eine Website, die nicht auf ihrer Liste der Online-Spielbanken steht, bietet ein in der Schweiz nicht bewilligtes Spielangebot an. Diese Liste ist eine reine Bilddatei, veröffentlicht am 17. März 2026, ohne durchsuchbaren Text. Eine exakte Anzahl bewilligter Online-Spielbanken lässt sich daraus nicht zuverlässig ablesen; es sind rund ein Dutzend, Stand Juli 2026.
Praktisch bedeutet neu damit ein Jahresereignis, kein Marktphänomen: Die laufende Konzessionsperiode läuft von 2025 bis 2044, und ein zusätzliches Online-Casino entsteht nur, wenn ein bestehender Konzessionär seine Bewilligung erweitert. Der volle Rechtsrahmen des Bundesgesetzes über Geldspiele reicht deutlich weiter als diese Definition; wer die Gesetzesgeschichte im Detail sucht, findet sie in eigenen Rechtsleitfäden.
ESBK statt Gespa: die häufigste Verwechslung
Viele Ratgeber nennen fälschlich die Gespa als Aufsicht über Online-Casinos. Die Gespa reguliert jedoch nur Grossspiele und Lotterien, nicht die Online-Spielbankenspiele der Schweizer Casinos. Für jedes neue Online-Casino bleibt ausschliesslich die ESBK zuständig, von der Prüfung des Konzessionsgesuchs über die laufende Aufsicht bis zur Kontrolle der Sperrliste. Die Verwechslung entsteht meist, weil beide Behörden Glücksspiel beaufsichtigen; nur die ESBK-Zuständigkeit ist für die Frage nach neuen Online-Casinos relevant.
Bonus-Vergleich: Start-Angebote der neuesten Anbieter
Die höchsten Startboni, die sich direkt beim Anbieter nachlesen lassen, liegen zwischen CHF 300 und CHF 500 auf die erste Einzahlung, kombiniert mit Freispielen für ausgewählte Slots. Alle Werte gelten Stand Juli 2026 und können sich ändern. Ein Bonusvergleich lohnt sich nur zwischen tatsächlich bewilligten Anbietern, weil Offshore-Seiten regelmässig höhere, aber rechtlich ungeschützte Summen versprechen.
| Anbieter | Willkommensangebot | Mindesteinzahlung | Umsatzbedingung | Frist |
|---|---|---|---|---|
| casineo.ch | 100 % bis CHF 500 + 250 Freispiele | CHF 80 (für die Freispiele) | 30-facher Playthrough | 30 Tage |
| mycasino.ch | 100 % bis CHF 300 + 200 Freispiele | CHF 10 | 35-fach auf den Bonusbetrag | 30 Tage (Freispiele 72 Std.) |
| jackpots.ch | Boni bis zur 4. Einzahlung, gesamt CHF 2’200 | nicht publiziert | nicht publiziert | nicht publiziert |
Umsatzbedingungen und Fristen im Detail
Wagering-Faktor und Frist bestimmen, wie realistisch ein Bonus einlösbar ist, deutlich mehr als die nominale Höhe. Ein Rechenbeispiel für mycasino.ch zeigt den vollständigen Ablauf.
- Eine Einzahlung von CHF 100 löst bei mycasino.ch eine Bonusgutschrift von CHF 100 aus, das Spielguthaben steigt auf CHF 200.
- Die 35-fache Umsatzbedingung greift auf den Bonusbetrag: 35 × CHF 100 ergibt CHF 3’500 nötiges Einsatzvolumen.
- Die Frist beträgt 30 Tage für den Cash-Bonus, die 200 Freispiele bleiben nur 72 Stunden gültig.
- Bei einem angenommenen Slot-RTP von rund 96 % liegt der theoretische Erwartungsverlust über dieses Umsatzvolumen bei etwa CHF 140.
- Lesart: Der Bonus ist damit vor allem Spielzeit, kein garantiertes Guthaben. Der RTP-Wert bleibt dabei eine Branchenannahme, keine feste Lobby-Zahl.
Zum Vergleich verlangt casineo.ch bei derselben Einzahlung von CHF 100 nur einen 30-fachen Playthrough, also CHF 3’000 Einsatzvolumen. Der nominal grössere Bonus ist damit nicht automatisch der günstigere: casineo.ch senkt die Umsatzlast pro Bonusfranken um rund 14 % gegenüber mycasino.ch.
Bei einem Einsatz von CHF 1 pro Dreh entspricht ein Umsatzvolumen von CHF 3’500 rechnerisch 3’500 Spielrunden, bei CHF 2 pro Dreh nur noch der Hälfte davon. Wird die Frist von 30 Tagen überschritten, machen weder casineo.ch noch mycasino.ch öffentlich, was mit dem verbleibenden Bonusbetrag geschieht; branchenüblich verfällt ein nicht umgesetzter Bonus vollständig.
Die Einstiegshürde unterscheidet sich stärker als die Bonushöhe selbst. mycasino.ch startet ab CHF 10 Mindesteinzahlung, während die 250 Freispiele bei casineo.ch erst ab CHF 80 Einzahlung freigeschaltet werden – der achtfache Betrag für das grössere Freispielpaket.
Nach dem Willkommenspaket unterscheiden sich die Anbieter erneut. mycasino.ch verteilt zusätzlich 150 Freispiele auf drei Freitage zu je 50 Stück, während für casineo.ch und jackpots.ch keine wiederkehrende Aktion dieser Art publiziert ist. Für die Rechnung oben ändert das nichts, weil solche Spins ausserhalb des Willkommensbonus laufen; für einen Test über mehrere Wochen ist der Unterschied dennoch spürbar.
Warnsignale bei unklaren Bonusangaben
Für jackpots.ch bleibt der Bonus bis zur vierten Einzahlung mit einem Gesamtwert von CHF 2’200 dokumentiert, doch Mindesteinzahlung und Umsatzbedingungen sind auf der Anbieterseite nicht öffentlich einsehbar; diese Konditionen sollten Spieler direkt beim Anbieter prüfen. Boni von admiral.ch, swisscasinos.ch, casino777.ch, starvegas.ch, 7melons.ch, pasino.ch und swiss4win.ch sind derzeit ebenfalls nicht öffentlich einsehbar; ihre Konditionen erfährt man nur nach Anmeldung oder auf Nachfrage beim Anbieter.
Ein verlässliches Warnsignal bleibt zudem die Währung: Legale Schweizer Online-Casinos führen Konten ausschliesslich in CHF. EUR-Beträge auf Seiten, die sich als «neue Schweizer Online-Casinos» präsentieren, deuten fast immer auf einen nicht bewilligten Offshore-Anbieter hin.
Ein zweites Warnsignal betrifft die Umsatzbedingung selbst: Fehlt eine konkrete Zahl beim Wagering-Faktor, während gleichzeitig ein sehr hoher Bonusbetrag beworben wird, lohnt sich zusätzliche Vorsicht. Bei den drei Schweizer Anbietern mit veröffentlichten Bonusbedingungen ist der Faktor stets genannt, selbst wenn er zwischen 30-fach und 35-fach schwankt.
Shortlist: Aktuelle ESBK-konzessionierte Anbieter im Überblick
Diese Shortlist beschränkt sich auf Anbieter mit nachweisbarer Konzession: Rund ein Dutzend Online-Spielbanken sind aktuell bewilligt, doch nur eine Handvoll ist in den letzten Jahren tatsächlich neu hinzugekommen.
Fünf Anbieter mit belegter Konzession
- casineo.ch – Online-Casino des Casinò Locarno, Lizenznummer N° 2023-B-10-E, seit 2026 online und damit der jüngste bestätigte Neuzugang. Im Katalog stehen sieben Studios, darunter Greentube, Wazdan und Hacksaw Gaming; dazu weist der Betreiber ein Care-Play-Siegel und eine ISO-27001-Zertifizierung aus.
- admiral.ch – Online-Erweiterung von Casino ADMIRAL Mendrisio, vom Bundesrat am 26. Februar 2025 bewilligt und seit dem 16. Juli 2025 live.
- swiss4win.ch – wird vom Casinò Lugano betrieben, einem Träger, der in älteren Übersichten oft noch offen blieb.
- jackpots.ch – gehört zur Grand Casino Baden AG, führt die Lizenz Nr. 516-003-01 und ging 2019 als erstes Schweizer Online-Casino an den Start.
- mycasino.ch – betrieben von der Grand Casino Luzern AG, seit der Zusatzkonzession Nr. 2023-A-12-E vom 29.11.2023 online, mit einem Angebot von über 3’000 Spielen nach Betreiberangabe.
| Anbieter | Landcasino | Online seit |
|---|---|---|
| jackpots.ch | Grand Casino Baden AG | 2019 |
| mycasino.ch | Grand Casino Luzern AG | 29.11.2023 |
| admiral.ch | Casino ADMIRAL Mendrisio | 16.07.2025 |
| casineo.ch | Casinò Locarno | 2026 |
Wofür sich welcher der fünf Anbieter eignet
- Kleinster Einstieg: mycasino.ch verlangt CHF 10 Mindesteinzahlung, dafür 35-fachen Umsatz auf den Bonusbetrag.
- Grösserer Bonusrahmen bei niedrigerem Umsatzfaktor: casineo.ch mit 100 % bis CHF 500 und 30-fachem Playthrough – die 250 Freispiele setzen allerdings CHF 80 Einzahlung voraus.
- Längste Betriebserfahrung: jackpots.ch läuft seit 2019 und damit länger als jedes andere Schweizer Online-Casino; Umsatzbedingungen und Mindestbetrag muss man dort direkt beim Anbieter erfragen.
- Tessiner Landcasino im Hintergrund: admiral.ch (Mendrisio), casineo.ch (Locarno) und swiss4win.ch (Lugano) – für Bonusangaben dieser drei Marken gibt es keine öffentlich auslesbaren Konditionen.
Wer bereits ein Konto bei einem der fünf Anbieter führt, gewinnt durch einen Wechsel meist wenig: Der Willkommensbonus gilt nur einmal pro Person, und die Zahlungsmethoden sind bei allen bewilligten Anbietern nahezu identisch.
Weitere bewilligte Marken ohne bestätigten Träger
Weitere bewilligte Marken wie pasino.ch, 7melons.ch, starvegas.ch, casino777.ch und swisscasinos.ch gehören ebenfalls zur Schweizer Konzessionslandschaft, doch ihre Zuordnung zu einem konkreten Landcasino geben die Betreiber nicht öffentlich an und sie bleibt hier deshalb offen. Wer eine dieser Marken testen will, findet die Konzessionsangabe meist direkt im Footer der jeweiligen Website und kann sie dort selbst mit der ESBK-Liste abgleichen.
Eine zweite, 2023 vergebene Neukonzession für St. Moritz wurde am 20. August 2025 widerrufen – aus dieser Konzessionsrunde kommt also kein weiterer Neuzugang mehr. Über die belegten Starts von 2019 bis 2026 hinweg entsteht in der Schweiz realistisch etwa ein neues Online-Casino pro Jahr, nicht monatlich. Wer auf einen weiteren Neuzugang wartet, sollte deshalb eher in Jahren als in Monaten rechnen und die fünf oben genannten Anbieter als aktuell vollständige Auswahl betrachten.
Für die Auswahl in dieser Shortlist zählt allein, ob Träger, Lizenznummer oder Startdatum belegt sind, nicht die Grösse des Marketingbudgets. Ein Anbieter ohne nachvollziehbares Landcasino im Hintergrund gehört strukturell nicht zu den hier gelisteten fünf Marken, selbst wenn er sich auf seiner eigenen Website als «neu» präsentiert.
Spielangebot bei den neuesten Anbietern
Das Spielangebot neuer Schweizer Online-Casinos umfasst durchgehend Slots, Live-Casino und Tischspiele; die Unterschiede zwischen den Anbietern liegen vor allem in der Providerauswahl. casineo.ch nennt Greentube, Wazdan, Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Playtech, Playson und Light & Wonder als Partner.
Slots und Live-Casino
Slots bekannter Studios prägen die Lobby: Sweet Bonanza und Gates of Olympus von Pragmatic Play sowie Starburst und Gonzo’s Quest von NetEnt zählen zu den verbreiteten Titeln. Für den Startbonus von casineo.ch laufen zusätzlich zwei Wazdan-Titel, Mighty Fish: Blue Marlin und Sizzling Eggs.
| Spiel | Provider | Typ | RTP (Herstellerangabe) |
|---|---|---|---|
| Sweet Bonanza | Pragmatic Play | Slot | 96,48 % |
| Gates of Olympus | Pragmatic Play | Slot | 96,50 % |
| Big Bass Splash | Pragmatic Play | Slot | 96,71 % |
| Starburst | NetEnt | Slot | 96,08 % (23 % Trefferhäufigkeit) |
| Gonzo’s Quest | NetEnt | Slot | 95,97 % (41 % Trefferhäufigkeit) |
| Mighty Fish: Blue Marlin | Wazdan | Slot, Freispiel-Titel casineo.ch | nicht publiziert |
| Sizzling Eggs | Wazdan | Slot, Freispiel-Titel casineo.ch | nicht publiziert |
| Live-Roulette, Live-Blackjack, Baccarat | Evolution, Playtech, Pragmatic Play, Stakelogic | Live-Casino | – |
Diese Zahlen sind Herstellerangaben von Pragmatic Play, NetEnt und Wazdan, keine bestätigten Lobby-Werte eines konkreten Schweizer Casinos. Der RTP eines Slots ist keine feste Grösse: Derselbe Titel existiert in mehreren Konfigurationen, und der Betreiber wählt, welche Version läuft – ein einzelner Prozentsatz darf deshalb nie als «der» RTP eines bestimmten Anbieters zitiert werden.
Die Trefferhäufigkeit ergänzt den RTP-Wert um eine zweite Grösse: Sie zeigt, wie oft ein Dreh überhaupt eine Auszahlung auslöst, unabhängig davon, wie hoch diese Auszahlung ausfällt. Ein Slot mit niedriger Trefferhäufigkeit, aber hohem RTP zahlt seltener, dafür im Durchschnitt grösser aus als ein Titel mit häufigen, kleinen Gewinnen.
Im Live-Casino kommen Roulette, Blackjack und Baccarat bei ESBK-qualifizierten Herstellern ausschliesslich von Evolution, Playtech, Pragmatic Play und Stakelogic – nicht von Ezugi und nicht von NetEnt Live. Diese Einschränkung gilt marktweit für alle ESBK-Konzessionäre, nicht nur für die zuletzt gestarteten Anbieter. Andere Konzessionäre wie mycasino.ch und jackpots.ch führen nach eigener Angabe ähnlich breite Kataloge, auch wenn sich dort einzelne Titel nicht im Detail nachprüfen lassen.
Mobile Nutzung
Das Spielangebot der ESBK-konzessionierten Casinos steht auch mobil zur Verfügung, meist über eine browseroptimierte Seite statt einer separaten App-Installation. Wer ein neues Casino mobil testet, findet dieselben Slots, Live-Tische und Zahlungsmethoden wie am Desktop. Die Kontoverwaltung inklusive KYC-Upload läuft ebenfalls über den mobilen Browser, und eine Einzahlung per Twint lässt sich direkt aus der Twint-App heraus bestätigen, ohne die Casino-Seite zu verlassen.
Zahlungsmethoden: Twint, PostFinance Pay und Alternativen
Twint und PostFinance Pay sind bankgebundene Zahlungsmethoden, die bei neuen Schweizer Online-Casinos praktisch nur Konzessionären vorbehalten bleiben. Alle drei hier geprüften Anbieter, casineo.ch, mycasino.ch und jackpots.ch, zeigen beide Methoden in der Kasse.
| Methode | Ein-/Auszahlung | Limit |
|---|---|---|
| Twint | nur Einzahlung | bankabhängig |
| PostFinance Pay | Einzahlung, ab CHF 10 | bankabhängig |
| paysafecard | nur Einzahlung | CHF 300, mit my paysafecard bis CHF 1’000 |
| Banküberweisung | Ein- und Auszahlung | Auszahlung in 3–4 Werktagen |
mycasino.ch akzeptiert zusätzlich Visa, Mastercard, Apple Pay, Neteller, Skrill und die Schweizer Neobank YAPEAL; jackpots.ch nennt Apple Pay, Visa und Mastercard neben Twint und PostFinance. PostFinance Pay hat seit Juli 2024 die früheren Zahlungswege PostFinance Card und E-Finance abgelöst. Alle drei hier geprüften Anbieter führen ihre Kasse ausschliesslich in CHF, unabhängig davon, welche der genannten Zahlungsmethoden gewählt wird.
Einzahlungslimits und Auszahlungsweg
Die Mindesteinzahlung liegt je nach Anbieter zwischen CHF 10 und CHF 80. Nach oben setzen in erster Linie die Zahlungsmethoden selbst Grenzen: paysafecard erlaubt Einzahlungen bis CHF 300 pro Gutschein, mit dem Kundenkonto my paysafecard steigt das Limit auf CHF 1’000. Einzahlungen sind bei allen belegten Anbietern sofort verfügbar, Auszahlungen laufen dagegen ausschliesslich über Banküberweisung mit 3 bis 4 Werktagen bei Namensgleichheit zwischen Spielerkonto und Bankkonto.
Ein neuer Anbieter, der weder Twint noch PostFinance Pay anbietet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ESBK-bewilligt. Die Kasse verrät die Bewilligung damit oft schneller als das Impressum: Keine der zahlreichen «neuen» Marken auf den grossen Vergleichsportalen führt beide bankgebundenen Zahlungsmethoden gleichzeitig.
Ein- und Auszahlung verlaufen bei neuen Anbietern zudem spürbar asymmetrisch: Die Einzahlung per Twint oder PostFinance Pay ist sofort verfügbar, während keiner der drei verbreiteten Wege – Twint, PostFinance Pay, paysafecard – Auszahlungen entgegennimmt. Der Bonus ist damit oft schneller verspielt, als das Geld überhaupt ausgezahlt werden kann.
Handyrechnung oder Carrier-Billing wird von keinem der grossen Schweizer Telekomanbieter für Glücksspiel unterstützt und existiert deshalb bei keinem legalen Anbieter. Swisscom Pay und Sunrise Pay schliessen Glücksspiel-Zahlungen ausdrücklich aus, weshalb Twint und PostFinance Pay die praktischen Alternativen bleiben.
Registrierung und KYC bei einem neuen Online-Casino
Die ESBK schreibt einen festen Ablauf vor, bevor ein neues Spielerkonto Geld bewegen darf. Ein Konto darf nur eröffnet werden, wenn die Person volljährig ist, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz hat, nicht gesperrt ist und keinem gesetzlichen Spielverbot unterliegt.
- Registrierung mit persönlichen Daten und Adresse in der Schweiz eröffnen.
- Identität innert eines Monats überprüfen, per Kopie eines amtlichen Ausweises, einer elektronischen Identität oder einem gleichwertigen Mittel.
- Erste Einzahlung per Twint oder PostFinance Pay ab CHF 10 vornehmen.
- Erste Auszahlung erst nach abgeschlossener Verifizierung anfordern, ausschliesslich per Banküberweisung.
Sicherheit, Lizenz und Netzsperre: Worauf neue Anbieter geprüft werden
Ein neues Online-Casino gilt nur dann als sicher, wenn die Konzession über die ESBK-Liste nachvollziehbar ist und die üblichen Schutzmechanismen sichtbar greifen. Fünf Punkte zeigen, worauf ein neuer Anbieter geprüft werden sollte, bevor ein Konto eröffnet wird. Alle fünf Punkte lassen sich innert weniger Minuten direkt auf der Website des Anbieters nachvollziehen, ohne dass eine Registrierung nötig ist.
Prüf-Checkliste vor der Registrierung
- Die Domain steht auf der ESBK-Liste der bewilligten Online-Spielbanken. Das ist der einzige verlässliche Nachweis der Bewilligung.
- Konzessions- oder Lizenznummer und eine Schweizer Aktiengesellschaft erscheinen im Footer oder Impressum, wie bei jackpots.ch oder mycasino.ch.
- Twint oder PostFinance Pay stehen in der Kasse zur Verfügung, weil beide Methoden faktisch an eine ESBK-Bewilligung gekoppelt sind.
- Konten und Boni laufen in CHF, nicht in EUR; ein EUR-Bonus ist ein verlässliches Warnsignal für einen Offshore-Anbieter.
- Der Zugang zur Spielsperre und zum Sozialkonzept ist sichtbar hinterlegt, meist direkt im Kontobereich des Casinos.
Fehlt bereits einer dieser fünf Punkte, lohnt sich ein zweiter Blick, bevor überhaupt eine Einzahlung erfolgt: Die Kombination aus fehlender ESBK-Nennung, EUR-Konto und fehlendem Twint kommt bei Offshore-Seiten regelmässig gemeinsam vor.
Netzsperre, Einziehung und Steuerfolgen bei nicht bewilligten Anbietern
Der zentrale Durchsetzungsmechanismus gegen nicht bewilligte Anbieter ist die Netzsperre nach Art. 86 BGS: Die aktuelle Sperrliste umfasst rund 3’000 Domains, Stand 26. Mai 2026. Das Bundesgericht hat Netzsperren dieser Art im Entscheid BGE 148 II 392 als verhältnismässig beurteilt. Ein verbreiteter Affiliate-Mythos behauptet, Banken müssten Zahlungen an solche Casinos automatisch blockieren; das Gesetz kennt jedoch keine Zahlungssperre, nur die Netzsperre.
Nutzt jemand trotzdem einen nicht bewilligten Anbieter, drohen laut ESBK-FAQ nicht nur fehlende Durchsetzbarkeit von Gewinnen: Einsätze und Gewinne können im Rahmen eines Strafverfahrens gegen den Anbieter eingezogen werden. Betroffen ist damit auch bereits vorhandenes Guthaben auf einer gesperrten Domain, nicht nur künftige Gewinne. Auch der Steuervorteil hängt an der Bewilligung, nicht an der Gewinnhöhe.
Gewinne bei ESBK-lizenzierten Online-Spielbanken bleiben bis zu einem jährlich indexierten Freibetrag von rund einer Million Franken steuerfrei; bei einem nicht bewilligten Anbieter entfällt dieser Vorteil unabhängig vom Betrag. Wer sich vom Spiel ausschliessen will, nutzt die landesweite Spielsperre, die seit dem 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein anerkannt wird, oder wendet sich an SOS Spielsucht unter der anonymen Hotline 0800 040 080. Sucht Schweiz veröffentlicht dazu jährlich Zahlen zum Geld- und Glücksspiel im gesamten Markt.
Warum viele Vergleichsportale falsche «neue» Casinos zeigen
Der Begriff «neue Online Casinos Schweiz» wird auf Vergleichsportalen sehr weit ausgelegt: Viele Portale zum Thema empfehlen überwiegend nicht bewilligte Offshore-Marken, und keine einzige dieser Marken steht auf der ESBK-Liste der Online-Spielbanken. Falsche Kandidaten stehen dort nicht am Rand, sie bilden die Mehrheit der Empfehlungen. Der Abgleich von fünf grossen Portalen im Juli 2026 zeigt, welche Namen auftauchen und wie es um deren Lizenzlage steht.
| Vergleichsportal | Genannte «neue» Marken (Auszug) | Lizenzlage |
|---|---|---|
| time2play.com/ch-de | Vicibet, bahibi, Slot Mafia, RoboCat, PlayZilla | keine ESBK-Bewilligung, Boni teils in EUR |
| syphon.ch | Spinational, Spinsup, Boomerang Bet, Spinlander, RichRoyal | Anjouan/MGA – in der Schweiz nicht bewilligt |
| swisscasinosquad.com | Winshark, Hell Spin, Mr.Pacho, 20Bet, Neospin | Offshore, Bonusangaben EUR und CHF gemischt |
| swisscasinohex.com | Kyngs, Granawin, Dragonia, Alawin, PlayZilla | Offshore/EU-Lizenzen, teils Schleswig-Holstein |
| gamblinginsider.com/de | Schweizer Casinos allgemein, ohne Neu-Fokus | gemischte Lizenzlage |
Wer die meistgenannten Marken dieser fünf Portale zusammenzählt, erhält in der Praxis eine Liste gesperrter Domains. Die Shortlist dieses Artikels besteht deshalb ausschliesslich aus ESBK-bewilligten Anbietern – casineo.ch, admiral.ch, swiss4win.ch, jackpots.ch und mycasino.ch.
Ein häufiges Erkennungsmerkmal wiederholt sich bei den nicht bewilligten Marken: Bonusbeträge erscheinen in EUR statt in CHF, obwohl sich die Seite an Schweizer Spieler richtet. Kombiniert mit fehlendem Twint oder PostFinance Pay in der Kasse ergibt sich ein zuverlässiges Muster, um einen Offshore-Anbieter von einem tatsächlich neuen Schweizer Online-Casino zu unterscheiden.
Für Spieler bedeutet das praktisch: Wer eine fremde Übersicht als Ausgangspunkt nutzt, sollte jede dort genannte Marke zusätzlich gegen die ESBK-Liste abgleichen, bevor er sich registriert. Diese Übersicht nimmt den Abgleich bereits vor und beschränkt sich deshalb auf fünf Anbieter mit belegter Konzession statt auf eine lange, ungeprüfte Markenliste.
Fazit: Wann sich ein neuer Anbieter lohnt
Ein neues Online-Casino in der Schweiz lohnt sich nur dann, wenn Konzession und Bonusbedingungen zusammenpassen. Dieses Fazit fasst die fünf wichtigsten Prüfpunkte vor der Registrierung zusammen.
- ESBK-Konzession zuerst prüfen: Domain auf der Liste, Lizenznummer im Footer.
- Bonusbedingungen realistisch bewerten: Umsatzfaktor und Frist zählen mehr als die nominale Bonushöhe.
- Zahlungsmethode verfügbar: Twint oder PostFinance Pay sollten in der Kasse stehen.
- Spielangebot passt: bekannte Provider und transparente RTP-Herkunft statt anonymer Studios.
- Auszahlung erst nach KYC einplanen: Banküberweisung braucht 3 bis 4 Werktage.
Für Spieler ausserhalb der Schweiz oder mit Wunsch nach höheren, aber rechtlich ungeschützten Offshore-Bonussummen gelten andere, nicht empfohlene Rahmenbedingungen: Diese Übersicht bewertet ausschliesslich den legalen Schweizer Markt. Konzession und aktuelle Bonusbedingungen sollten direkt beim Anbieter oder im ESBK-Verzeichnis noch einmal verifiziert werden, bevor ein Konto eröffnet wird.
Bleiben zwei Anbieter nach diesen fünf Kriterien gleichauf, entscheidet meist der niedrigere Umsatzfaktor: casineo.ch mit 30-fachem Playthrough verlangt weniger Einsatzvolumen pro Bonusfranken als mycasino.ch mit 35-fach, während mycasino.ch mit CHF 10 Mindesteinzahlung den einfacheren Einstieg bietet.
Häufig gestellte Fragen zu neuen Casinos in der Schweiz
Ein neues Online-Casino in der Schweiz ist die Online-Erweiterung einer bereits konzessionierten Spielbank, für die der Bundesrat eine Zusatzkonzession und die ESBK eine Bewilligung für Internetspiele erteilt hat. casineo.ch (Casinò Locarno) und admiral.ch (Casino ADMIRAL Mendrisio, seit 16. Juli 2025) sind die zuletzt bestätigten Beispiele. Zuständig für die Prüfung und Aufsicht bleibt ausschliesslich die ESBK, nicht die Gespa, die nur Grossspiele und Lotterien reguliert.
Nein, Anbieter ohne ESBK-Bewilligung sind in der Schweiz nicht legal nutzbar, selbst wenn sie sich als «neue Schweizer Online-Casinos» präsentieren. Ihre Domain landet auf der gesetzlichen Netzsperrliste, ein Rechtsschutz für Gewinne besteht nicht, und Einsätze samt Gewinnen können in einem Strafverfahren gegen den Betreiber eingezogen werden. Wer stattdessen auf eine der fünf ESBK-bewilligten Marken setzt, bleibt innerhalb des rechtlich abgesicherten Rahmens.
Neue Online-Bewilligungen sind selten, im Schnitt rund eine pro Jahr: 2019 startete jackpots.ch, 2023 folgte mycasino.ch, 2025 admiral.ch und 2026 casineo.ch. Die laufende Konzessionsperiode dauert von 2025 bis 2044, weshalb zusätzliche Online-Casinos nur durch Konzessionserweiterungen bestehender Landcasinos entstehen. Aus der Konzessionsrunde 2023 ist nach dem Widerruf für St. Moritz kein weiterer Anbieter mehr zu erwarten.
Neue Anbieter starten meist mit einem Einzahlungsbonus von 100 % bis CHF 300 bis CHF 500 plus Freispielen, wie casineo.ch und mycasino.ch zeigen. Die Umsatzbedingung liegt bei 30-fach bis 35-fach, jeweils mit einer Frist von 30 Tagen, Stand Juli 2026. Freispiele gelten meist deutlich kürzer als der Cash-Bonus, oft nur 72 Stunden.
Nein, Twint funktioniert bei Schweizer Online-Casinos ausschliesslich als Einzahlungsmethode. Auszahlungen laufen bei allen bewilligten Anbietern über eine Banküberweisung auf das Konto mit demselben Namen wie das Spielerkonto, in der Regel innerhalb von 3 bis 4 Werktagen. Dasselbe gilt für PostFinance Pay und paysafecard: Beide nehmen keine Auszahlungen entgegen.
Die Identitätsprüfung muss laut ESBK innert eines Monats abgeschlossen sein, meist per Kopie eines amtlichen Ausweises oder einer elektronischen Identität. Eine Auszahlung wird erst nach abgeschlossener Verifizierung freigegeben, auch wenn die Einzahlung sofort per Twint oder PostFinance Pay erfolgt ist. Die Registrierung selbst setzt zusätzlich Volljährigkeit und Wohnsitz in der Schweiz voraus.
Nein, Handyrechnung funktioniert bei keinem Schweizer Online-Casino, weil Swisscom Pay und Sunrise Pay Glücksspiel-Zahlungen über diesen Weg strukturell ausschliessen. Die bankgebundenen Methoden bleiben die praktischen Alternativen für schnelle Einzahlungen, paysafecard eine weitere Option bis CHF 300 beziehungsweise CHF 1’000 mit my paysafecard.
Bei einem nicht bewilligten Anbieter entfällt der rechtliche Schutz vollständig: Die Domain landet auf der Netzsperrliste, und Einsätze sowie Gewinne können laut ESBK im Rahmen eines Strafverfahrens gegen den Betreiber eingezogen werden. Zusätzlich entfällt die Steuerbefreiung nach DBG Art. 24 lit. i-bis unabhängig von der Gewinnhöhe, und der Spieler verliert jede Möglichkeit, offene Beträge gerichtlich einzufordern.